RB Leipzig: Ohne Ralph Hasenhüttl in die Zukunft?

© Thomas Rodenbücher (Flickr: IMG_3616.jpg) [CC BY 2.0], Wikimedia

Mit zwei klaren Siegen gegen den VfL Wolfsburg (4:1) und bei Hertha BSC (6:2) hat RB Leipzig die zweite Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte überzeugend beendet und sich damit zumindest die Zulassung für die nächstjährige Europa League gesichert. Dennoch ist man im Lager der Roten Bullen offenbar nicht wirklich zufrieden mit der abgelaufenen Spielzeit, in der es nach Platz drei in der Champions League immerhin bis ins Viertelfinale der Europa League ging.

Schon in den vergangenen Monaten wurde mehrfach über ein nicht mehr ganz optimales Verhältnis zwischen Trainer Ralph Hasenhüttl und Sportdirektor Ralf Rangnick gemutmaßt, was auch an der ausgebliebenen Verlängerung des österreichischen Fußball-Lehrers über 2019 hinaus lag. Dabei hatten beide Seiten frühzeitig erklärt, dass es ein alles andere als optimales und deshalb auch zu vermeidendes Szenario sei, mit einem auslaufenden Trainervertrag in die neue Spielzeit zu gehen.

Genau das ist nach jetzigem Stand aber der Fall, denn anders als offenbar von Hasenhüttl erwartet, unterbreitete der Verein dem Coach im Rahmen der Saisonanalyse am gestrigen Dienstag mit Rangnick und Klub-Boss Oliver Mintzlaff kein Angebot zur Verlängerung.

Trainersuche würde nicht einfach

Mehrere Medien wie unter anderem „Bild“ und „Kicker“ rechnen nun damit, dass im nächsten Schritt die sofortige Trennung verkündet wird. Letztlich wäre das nach zwei erfolgreichen Jahren unter Hasenhüttl zwar eine schwer nachvollziehbare, aber nur konsequente Entscheidung. Denn in Leipzig weiß man natürlich auch, dass schwächere Ergebnisse zum Start in die neue Saison den Druck auf Trainer und Verantwortliche deutlich erhöhen würden und womöglich ein früher Trainerwechsel die Arbeit in der Vorbereitung torpedieren würde.

Ist man von Hasenhüttl nicht mehr vollends überzeugt, wonach es im Moment zumindest aussieht, wäre es die wohl sinnvollere Variante, nun einen Schlussstrich zu ziehen und mit einem neuen Trainer ins neue Spieljahr zu starten. Auf der anderen Seite ginge mit einem Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt natürlich auch Zeit verloren, die gerade auf dem Transfermarkt und im Werben um neue Spieler, die natürlich auch wissen möchten, wer Trainer ist, fehlen könnte.

Abgesehen davon, dass erst auch noch ein geeigneter Mann gefunden werden müsste, der zur Spielphilosophie passt und der vor allem auch kompatibel zu Rangnick ist.