Hamburger SV: Becker oder Krösche neuer Sportchef – Kommt Christian Fassnacht?

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Beim Hamburger SV hat man sich inzwischen gezwungenermaßen mit dem Gedanken vertraut gemacht, ab sofort zum ersten Mal überhaupt nicht mehr Bestandteil der Bundesliga zu sein, wenn das 18er-Feld der Saison 2018/19 mit dem Rückspiel der Relegation zwischen Holstein Kiel und dem VfL Wolfsburg endgültig komplett ist.

Gleichzeitig laufen beim ehemaligen Bundesliga-Dino die Aufräumarbeiten nach einigen verkorksten Jahren, die in den für viele Fußballfans in Deutschland überfälligen Abstieg mündeten. Natürlich mit dem Ziel, dass die zweite Liga ein einjähriges Intermezzo bleibt und es im nächsten Mai den Wiederaufstieg zu feiern gibt. Doch bevor es soweit ist und damit Trainer Christian Titz diese Mission mit einer schlagkräftigen Mannschaft in Angriff nehmen kann, wartet auf die HSV-Verantwortlichen noch jede Menge Arbeit. Zunächst muss freilich erst einmal geklärt werden, wer gemeinsam mit Titz für die Zusammenstellung des Kaders zuständig sein soll.

Die Suche nach einem neuen Sportchef befindet sich aber allem Anschein nach auf der Zielgeraden. Im Rennen sind nach Informationen der „Bild“ noch zwei Kandidaten, die beide allerdings derzeit noch bei einem Zweitligisten in Lohn und Brot stehen sowie in jüngerer  Vergangenheit für sehr erfolgreiche Arbeit standen. Zum einen handelt es sich dabei um Kiels Ralf Becker, dessen Name längst durchgesickert ist, um den es aber wegen der Relegation der Störche zuletzt ruhig war. Und zum anderen soll auch Markus Krösche, der mit dem SC Paderborn in die zweite Liga zurückgekehrt ist, eine Option sein. Sowohl Becker als auch Krosche sollen bereits mit dem einflussreichen Aufsichtsrat gesprochen haben. Wahrscheinlich, dass am Samstag eine Entscheidung fällt, wenn die HSV-Bosse wieder zusammenkommen.

Moritz im Anflug – Fassnacht auch?

Nicht ausgeschlossen, dass dann auch die eine oder andere Personalie diskutiert oder vielleicht auch finalisiert wird. Als sicher gilt die Verpflichtung von Christoph Moritz, der den 1. FC Kaiserslautern nach dem Abstieg ablösefrei verlassen kann und der einst unter Individualtrainer Titz gearbeitet hat.

Interesse wird dem HSV zudem an Christian Fassnacht von den Young Boys Bern nachgesagt, der mit elf Toren und acht Vorlagen großen Anteil an der Meisterschaft seines Klubs hatte. Der 24-Jährige, der auf beiden offensiven Außenbahnen spielen kann, besitzt allerdings noch einen Vertrag bis 2021 und dürfte auch für andere Vereine interessant sein.