1. FC Köln: Komplettiert Joseph Paintsil den Kader? – Einige Fragen noch offen

Nachdem der 1. FC Köln am gestrigen Montag den Abgang von Pawel Olkowski, der trotz eines bis 2019 laufenden Vertrages keine echte Perspektive mehr hatte und sich mt dem Verein nun auf eine vorzeitige Auflösung des Arbeitspapieres einigte, wird am heutigen Dienstag allgemein mit der Bekanntgabe der Verpflichtung von Rafael Czichos als sechstem Neuzugang gerechnet.

Der Innenverteidiger von Holstein Kiel, der als Wunschspieler seines alten und wohl auch neuen Trainers Markus Anfang gilt, soll für 1,8 Millionen Euro Ablöse nach Köln wechseln. Gelingt den Geißböcken die Rückkehr in die Bundesliga, würde ein Nachschlag von 500.000 Euro fällig.

Während Czichos beim FC wohl für drei Jahre unterschreiben wird, ist die Zukunft von zwei anderen Innenverteidigern noch offen. Jorge Meré, den die Verantwortlichen gerne halten würden, kann noch bis 20. Juni von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen und für festgeschriebene 12,5 Millionen Euro wechseln. Bislang hat sich aber kein Verein gefunden, der zur Zahlung dieser Summe bereit wäre und für weniger will der FC den spanischen U21-Nationalspieler dem Vernehmen nach nicht ziehen lassen. Anders ist die Lage inzwischen bei Frederik Sörensen, dessen Ausstiegsklausel Ende Mai abgelaufen ist. Der Däne, der es nach einer schwachen Saison nicht in den WM-Kader geschafft hat, will den Verein verlassen, doch bisher halten sich die konkreten Interessenten offenbar in Grenzen. Ebenso wie bislang auch bei Jannes Horn, den der FC nicht für weniger als die vor einem Jahr den VfL Wolfsburg bezahlten sieben Millionen Euro ziehen lassen möchte. RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach gelten aber zumindest potentiell als mögliche neue Arbeitgeber für den Linksverteidiger.

Thomas Doll voll des Lobes

In Sachen Neuzugänge fahndet der FC noch nach einem Akteur für den linken Flügel, der dort die Nachfolge von Leonardo Bittencourt (TSG 1899 Hoffenheim) antreten soll. Als heißer Kandidat gilt der 20 Jahre alte Ghanaer Joseph Paintsil, der zuletzt aus seiner Heimat von Tema Youth an Ferencvaros Budapest verliehen war und dort unter Trainer Thomas Doll mit 17 Scorerpunkten eine starke Saison gespielt hat.

Und Doll ist von seinem Schützling in „Bild“ sehr überzeugt: „Joseph ist ein Prima-Junge, ein ruhiger Zeitgenosse, der viel lernen will. Ein Spieler mit sehr viel Potenzial, das ihn noch sehr weit bringen kann. Ich denke, er wird sich durchsetzen – egal wo er am Ende hingeht.“

Mit Klubs aus Belgien sowie dem FC Southampton hat der 1. FC Köln indes einige Mitbewerber.