VfL Wolfsburg: Gute Karten bei Bernardo – Daniel Ginczek und Yoshinori Muto im Visier

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Nach der Einigung mit dem 1. FC Köln über eine Rückzahlung eines Teils der im Oktober 2017 erhaltenen Abfindung in Höhe von angeblich 3,3 Millionen Euro kann sich Jörg Schmadtke ganz und auch offiziell seinen neuen Aufgaben als Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg widmen. Und der ehemalige Torhüter fand bei den zuletzt nur zweimal in der Relegation dem Abstieg entronnenen Wölfen jede Menge Baustellen vor, die nicht innerhalb weniger Tage abzuarbeiten sind.

Schnell beendet hat Schmadtke aber die Diskussionen um Trainer Bruno Labbadia, der im Amt bleibt und zusammen mit dem neuen starken Mann derzeit intensiv am Kader für die neue Saison arbeitet. Klar ist, dass es im Wolfsburger Aufgebot einiges an Bewegung geben wird, wobei Vollzugsmeldungen in beide Richtungen bisher noch auf sich warten lassen. Neben einigen zurückkehrenden Leihspielern mit eher überschaubarer Perspektive wie Paul Seguin, Marvin Stefaniak, Amara Conde oder Kaylen Hinds ist bisher der schon im Winter per Ausstiegsklausel von Hannover 96 verpflichtete Felix Klaus der einzige Neue. Demgegenüber stehen mit Divock Origi, der vom FC Liverpool nur ausgeliehen war und nun zumindest vorerst zu den Reds zurückkehrt, und Ersatzkeeper Max Grün nach jetzigem Stand nur zwei Abgänge. Sicher ist aber, dass sich in beiden Richtungen noch etwas tun wird. Einige Akteure, allen voran Daniel Didavi, gelten als wechselwillig und werden bei einem passenden Angebot auch die Freigabe erhalten.

Wird Bernardo der erste Neue?

Auf der anderen Seite wird der VfL aller Voraussicht nach auch in diesem Sommer wieder in größerem Umfang auf dem Transfermarkt investieren. Ein heißer Kandidat für einen Wechsel in die Autostadt ist der Brasilianer Bernardo, der bei RB Leipzig verzichtbar ist und für sieben bis acht Millionen Euro zu haben wäre. Für den Linksverteidiger haben sich zuletzt auch andere Bundesligisten wie der FC Augsburg und der 1. FSV Mainz 05 interessiert, denen die Ablöseforderung aber zu hoch war.

Verstärken wird sich Wolfsburg sicherlich auch im Sturm und das vermutlich sogar mit mehr als nur einem neuen Angreifer. Spekuliert wird derzeit über zwei Stürmer, die bei anderen Bundesligisten noch unter Vertrag stehen und entsprechend teuer würden. Daniel Ginczek vom VfB Stuttgart und Yoshinori Muto vom 1. FSV Mainz 05 sollen laut „Bild“ weiterhin ein Thema sein.