RB Leipzig: Wird Matheus Cunha der nächste Neue?

© Philipp (Flickr: Leipzig von oben: Zentralstadion) [CC BY 2.0], Wikimedia

Nach dem 20 Jahre alten Franzosen Nordi Mukiele, der für rund 16 Millionen Euro vom HSC Montpellier verpflichtet wurde, meldet RB Leipzig seinen zweiten Neuzugang für die kommende Saison. Wie erwartet wechselt der bereits am vergangenen Freitag in Leipzig eingetroffene Uruguayer Marcelo Saracchi nach Abwicklung aller Formalitäten inklusive Medizincheck von River Plate Buenos Aires zu den Roten Bullen und unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis Juni 2023.

Der 20 Jahre alte Linksverteidiger kostet eine Ablöse im Bereich von 13 Millionen Euro und soll künftig gemeinsam mit Marcel Halstenberg, der nach einem Kreuzbandriss derzeit noch in der Reha arbeitet, um den Stammplatz auf der linken Abwehrseite kämpfen. „Marcelo Saracchi ist ein junger, schneller Linksverteidiger, der direkt in seiner ersten Saison in der höchsten argentinischen Liga mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Zudem hat er auch in der U20-Auswahl Uruguays seine Qualitäten in vielen internationalen Vergleichen gezeigt und uns mit seiner Art und Weise, wie er die Position des Linksverteidigers interpretiert, überzeugt. Mit seiner Einstellung und seinem Potenzial passt er bestens in unsere Philosophie“, freut sich Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick über die geglückte Verpflichtung, die auch Auswirkungen auf eine andere Personalie haben dürfte.

So sinken mit der Ankunft von Saracchi die Chancen von Bernardo auf regelmäßige Einsätze weiter. Der Brasilianer wird den Verein daher wohl verlassen, wenn ein anderer Vereine die Leipziger Ablöseforderungen von sieben bis acht Millionen Euro zu erfüllen bereit ist. Für den FC Augsburg und den 1. FSV Mainz 05 scheint diese Summe zu hoch, doch der VfL Wolfsburg scheint Ernst zu machen.

Matheus Cunha mit starker erster Saison in der Schweiz

Unterdessen geht die Leipziger Suche nach weiteren Verstärkungen weiter. Als Kandidat gilt der Brasilianer Matheus Cunha vom FC Sion, der laut „Bild“ in den vergangenen Monaten mehrfach von Scouts aus Leipzig beobachtet worden sein soll. Der 19-Jährige, der in 29 Spielen der Schweizer Super League auf zehn Tore und acht Vorlagen kam, wird indes auch von anderen Klubs umworben.

Schon im Winter soll Sion mehrere Angebote abgelehnt haben. Angesichts eines bis 2021 laufenden Vertrages ist der Schweizer Klub in einer sehr guten Position und soll dem Vernehmen nach über 20 Millionen Euro Ablöse fordern. Fraglich, ob Leipzig dazu bereit ist, diesen Forderungen nachzukommen.