VfB Stuttgart: Kommt Gonzalo Castro? – Poker um Daniel Ginczek läuft

Grundsätzlich ist der VfB Stuttgart in seinen Planungen für die neue Saison schon recht weit und doch gibt es im Kader von Trainer Tayfun Korkut auch noch einige Baustellen, die Sportvorstand Michael Reschke einen arbeitsintensiven Sommer bescheren.

Ein großes Thema ist aktuell das Werben des VfL Wolfsburg um Daniel Ginczek, der dem Vernehmen nach durchaus gewillt ist, dem Lockruf der Niedersachsen zu folgen. Zum einen, weil dem 27-Jährigen in Wolfsburg ein höheres Gehalt winkt und zum anderen weil er beim VfL unter Trainer Bruno Labbadia als Fixpunkt im Angriff eingeplant wäre, wohingegen diese Rolle in Stuttgart Mario Gomez inne hat und Ginczek nur als Ersatz- oder Nebenmann des Nationalspielers gilt. Der Poker zwischen beiden Vereinen scheint zu laufen, wobei relativ klar ist, dass Stuttgart Ginczek nicht für einen einstelligen Millionenbetrag abgeben wird.

Derlei Zusatzeinnahmen freilich könnten die Schwaben durchaus auch gut gebrauchen, um die Suche nach Verstärkungen vorantreiben zu können. Während die Gespräche mit Sporting Lissabon über einen Verbleib des bislang ausgeliehenen, aber lange verletzten Carlos Mane wohl auf einem guten Weg sind, könnte es im Mittelfeld sogar eine Doppellösung geben. Der VfB fahndet bekanntlich nach einem ebenso ballsicheren wie spielstarken Akteur für das zentrale Mittelfeld, wobei der Name Joel Obi wohl von der Kandidatenliste gestrichen werden kann. Den Nationalspieler Nigerias zieht es offenbar zu Celta Vigo.

Castro in Dortmund wohl ohne Perspektive

Dafür verlautet aus der Türkei, dass der Wechsel von Tolgay Arslan von Besiktas Istanbul nach Stuttgart kurz bevorstehen und noch in dieser Woche offiziell verkündet werden soll. Rund 6,5 Millionen Euro Ablöse sollen für den 27-Jährigen fließen, der in Deutschland aufgewachsen ist und deshalb kaum Integrationsprobleme haben dürfte.

Arslan soll aber offenbar nicht der einzige Neue für das Mittelfeldzentrum bleiben. Laut „Bild“ denkt der VfB auch über eine Verpflichtung von Gonzalo Castro nach, der bei Borussia Dortmund angesichts der mit Thomas Delaney noch einmal größer werdenden Konkurrenz zu den Verkaufskandidaten gezählt wird. Dortmund würde dem ehemaligen Nationalspieler wohl keine größeren Steine in den Weg legen, aber Castro müsste deutliche Abstriche in Sachen Gehalt hinnehmen. Ob der 31-Jährige dazu bereit wäre, bleibt abzuwarten.