Hannover 96: Planungen mit Jonathas und Felipe

© von Tim Rademacher (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Nachdem am Wochenende schon durchgesickert war, dass eine Einigung bevorsteht, gab Hannover 96 am gestrigen Dienstag die Verpflichtung von Walace offiziell bekannt. Der 23 Jahre alte Brasilianer wechselt vom Hamburger SV zu den Niedersachsen und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022.

Walace, für den der HSV Anfang 2017 noch 9,2 Millionen Euro an Gremio Porto Alegre bezahlt hatte, kostet dem Vernehmen nach sechs Millionen Euro und will nach eineinhalb überwiegend enttäuschenden Jahren samt Ausmusterung im Frühjahr unter Trainer Christian Titz nun in Hannover einen Neustart wagen.

96-Sportdirektor Horst Heldt freute sich über den geglückten Transfer und ist überzeugt davon, dass der auch von Vereinen aus Italien und Brasilien umworbene Sechser zur Verstärkung wird: „Wir sind froh, dass wir einen brasilianischen Olympiasieger von Hannover 96 überzeugen konnten. Walace ist ein exzellenter Spieler, der mit seinen Qualitäten das verkörpert, was wir auf der Position gesucht haben. Walace wollte unbedingt in Deutschland und der Bundesliga bleiben, um beweisen zu können, dass er sportlich und charakterlich jemand ist, auf den eine Mannschaft zählen kann. Dieser Ehrgeiz imponiert uns.“

Und die Verpflichtung von Walace hat auch in anderer Hinsicht Auswirkungen auf die Kaderplanungen in Hannover. Die brasilianischen Landsleute des Neuzugangs, Jonathas und Felipe, die zuletzt als Kandidaten für einen Wechsel gehandelt wurden, werden nun aller Voraussicht nach bleiben.

Stillstand bei Hrgota und Wood

Gegenüber „Bild“ machte 96-Boss Martin Kind keinen Hehl daraus, dass die Verpflichtung von Walace im Idealfall auch einen Nebeneffekt haben soll: „Wir glauben, dass es zu einer Leistungs-Steigerung ALLER Brasilianer führt, das ist auch eine Hoffnung.“

Mit Jonathas hat Hannover damit zumindest einen Stürmer im Kader, mit dem fest für die neue Saison geplant werden kann. Das gilt für Niclas Füllkrug nicht, für den Borussia Mönchengladbach inzwischen inklusive Bonuszahlungen bis zu 20 Millionen Euro bieten soll. Ein Abgang des Torjägers rückt inzwischen wohl näher.

Derweil sind weiterhin Branimir Hrgota und Bobby Wood weiter im Gespräch, doch in beiden Personalien kamen die 96er zuletzt nicht entscheidend voran. Laut der „Neuen Presse“ soll es aber neben Hrgota und Wood noch weitere Kandidaten für den Angriff geben ohne dass weitere Namen durchgesickert sind.