1. FC Köln: Geht Jannes Horn noch? – Weiterer Neuzugang fraglich

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Aktuell weilt der 1. FC Köln in seinem ersten Trainingslager im bayerischen Bad Gögging, wo der neue Trainer Markus Anfang der Mannschaft direkt seine taktischen Vorstellungen vermitteln will. Schon am morgigen Sonntag im ersten Testspiel bei Regionalligist VfB Eichstätt soll die Handschrift Anfangs zu erkennen sein, was nach nicht einmal einer Woche Training freilich ein hehres Ziel darstellt.

Relativ sicher ist, dass am Sonntag der Großteil des Kaders zum Einsatz kommen wird. Gut möglich, dass Coach Anfang in der Pause komplett durchwechselt, um von den meisten Spielern ein erstes Bild unter Wettkampfbedingungen zu erhalten. Dass Jannes Horn auf dem Platz stehen wird, ist wahrscheinlich. Nicht zuletzt deshalb, weil Jonas Hector nach seiner WM-Teilnahme erst den Sonderurlaub angetreten hat und Horn somit derzeit auf der linken Abwehrseite die Nummer eins ist. Das allerdings wird sich nach der Rückkehr des Nationalspielers ändern, der künftig wieder wie beim DFB hinte links spielen soll und nicht mehr, wie über weite Strecken der vergangenen Saison, im Mittelfeld.

Horns Perspektiven sind damit überschaubar und nicht nur der „geissblog.koeln“ geht davon aus, dass der erst im letzten Sommer für rund acht Millionen Euro vom VfL Wolfsburg gekommene Linksverteidiger den Verein bei einem passenden Angebot noch verlassen darf. Eine Offerte wie im Winter, als RB Leipzig zur Zahlung von 15 Millionen Euro Ablöse bereit gewesen sein soll, ist allerdings kaum zu erwarten. Und zumindest im Moment sind gar keine konkreten Interessenten vorhanden.

Nachbesserungen wären möglich

Unterdessen ist kurzfristig mit keinem weiteren Neuzugang mehr zu rechnen, obwohl bislang noch kein wirklicher Ersatz für den zur TSG 1899 Hoffenheim gewechselten Leonardo Bittencourt auf dem linken Flügel verpflichtet wurde. Sollte sich im Laufe der kommenden Wochen aber zeigen, dass noch Verstärkung nötig ist, wäre der FC handlungsfähig und auch dazu bereit, nachzulegen, wie Geschäftsführer Armin Veh gegenüber „Bild“ erklärte: „Wir haben beide miteinander abgesprochen, dass wir in der Vorbereitung erst mal schauen, ob wir noch jemanden brauchen. Es kann durchaus sein, dass wir noch einen Spieler holen – aber keinen Ersatz! Wenn wir jemanden holen, dann einen Stammspieler.“

Erst einmal aber dürfen sich Spieler wie Christian Clemens, Sehrou Guirassy, Jhon Cordoba und Simon Zoller links offensiv zeigen. Findet sich keine passende interne Lösung, könnte noch vor Saisonbeginn Anfang August etwas passieren.