1. FC Köln: Testspiele bereiten Sorgen – Kommt nun noch ein Neuer?

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Eine Woche nach dem 5:2-Erfolg im ersten Testspiel beim VfB Eichstätt hat der 1. FC Köln beim zweiten und dritten Auftritt der laufenden Vorbereitung noch einige Probleme offenbart, gelang doch gegen zwei Regionalligisten kein Sieg. Nach einer 0:1-Niederlage am Samstag beim Bonner SC kamen die Geißböcke auch am Sonntag beim Wuppertaler SV nicht über ein 2:2 hinaus und mussten dabei sogar noch froh sein, dass die Gastgeber per Eigentor in der 85. Minute zum Endstand trafen und so nicht zum zweiten Mal in Folge verloren wurde.

Geschäftsführer Armin Veh bewahrte gegenüber „Bild“ zumindest nach außen hin die Ruhe, ließ aber schon durchblicken, dass die Auftritte dazu führen, dass man sich Gedanken macht: „Man sieht, dass wir noch viel Arbeit haben. Ich sehe, wie die Mannschaft arbeitet und ständig Fehler macht – aber das beunruhigt mich nicht. Allerdings gefällt es mir auch nicht.“

Agesprochen auf möglichen Verstärkungsbedarf räumte Veh recht offen ein, dass sich der FC noch auf die Suche nach neuem Personal machen wird, indes aber keinen Panikkauf tätigen will: „Ich mache das nicht von den Testspielen abhängig, das wäre aberwitzig und Aktionismus. Aber wir wissen schon, dass wir noch etwas machen müssen. Es kann sein, dass noch einer kommt, der in der Vorbereitung nicht teilgenommen hat. Da haben wir noch genügend Zeit.“

Bedarf auf Außen

Bedarf besteht vor allem im Offensivspiel, das bislang wenig kreativ daherkommt. Dass mit Louis Schaub ein vielversprechender Neuzugang nach einer in Bonn erlittenen Sprunggelenksblessur am heutigen Montag genauer untersucht wird und möglicherweise auszufallen droht, wäre in dieser Hinsicht ein weiterer Rückschlag, war der österreichische Nationalspieler bisher doch ein Lichtblick.

Ansonsten wirkt der FC bislang vor allem auch auf den offensiven Außenbahnen, die schon in der Vergangenheit ein Problem waren, nicht gut genug aufgestellt. Simon Zoller oder Sehrou Guirassy, die außen ausprobiert wurden und werden, sind gelernte Stürmer und fühlen sich zentral wohler, während gestandene Profis wie Marcel Risse und Christian Clemens nach ihrer Form suchen. Youngster Chris Führich deutete sein Potential zwar an, kann aber auch nicht der Hoffnungsträger schlechthin sein. Nicht unwahrscheinlich, dass noch ein Akteur für den Flügel kommt und damit ein Nachfolger für Leonardo Bittencourt, der von Veh ohnehin angekündigt, bisher aber nicht verpflichtet wurde.