Hamburger SV: Wolfsburg an Douglas Santos dran? – Mergim Mavraj schon weg

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Mit der gestern erfolgten und bisher nur vom Spieler selbst bekannt gegebenen Vertragsauflösung mit Mergim Mavraj hat der Hamburger SV den ersten von noch mehreren ausstehenden Schritten in Richtung Kaderverkleinerung gemacht. Für den albanischen Nationalspieler, für den sich nun Deportivo La Coruna und Brescia Calcio interessieren sollen, erhält der HSV allerdings keine Ablöse, sondern bezahlt laut „Bild“ noch eine Abfindung in Höhe von 300.000 Euro. Damit freilich wird unter dem Strich dennoch ein großer Teil des Gehalts für einen seit Monaten aussortierten Profi gespart.

Damit alleine wird sich der HSV bei drei anderen Spielern nicht begnügen. Für Fiete Arp, der sich mit dem FC Bayern München über einen Wechsel nach Vertragsende im Sommer 2019 bereits einig ist und nun möglichst teuer sofort wechseln soll, sowie für Kyriakos Papadopoulos und Filip Kostic erhofft man sich in Hamburg noch jeweils stattliche Ablösen.

Für Papadopoulos und Kostic sind bisher allerdings keine konkreten Angebote eingegangen. Für Kostic soll es aber eine Reihe von Interessenten geben, von denen Medienberichten zufolge der FC Valencia die besten Chancen haben soll. Aber auch Klubs aus der englischen Premier League wie der FC Southampton sollen am serbischen Nationalspieler interessiert sein, obwohl sich dieser bei der WM 2018 anders als erhofft nicht wirklich in Szene setzen konnte.

Valencia weiter Favorit bei Kostic

Während Kostic, Papadopoulos und schweren Herzens auch Arp noch gehen sollen, ist Douglas Santos fester Bestandteil der Hamburger Planungen. Sportvorstand Ralf Becker reiste kurz vor dem Trainingsstart sogar eigens nach Brasilien, um dem damals noch im Urlaub weilenden Linksverteidiger seine Wertschätzung zu verdeutlichen. Schon zuvor hatte der HSV ein Angebot der PSV Eindhoven für den brasilianischen Olympiasieger für 2016 abgelehnt, der sich dem Vernehmen nach wohl auch mit dem Gang in die 2. Bundesliga arrangiert hat.

Weil der Vertrag von Douglas Santos noch bis 2021 läuft und soweit bisher bekannt keine Ausstiegsklausel enthält, sitzt der HSV auf jeden Fall am längeren Hebel. Auch dann, sollte der VfL Wolfsburg tatsächlich einen Vorstoß unternehmen. Laut dem „Hamburger Abendblatt“ sollen die Wölfe Douglas Santos auf ihrer Liste mit potentiellen Verstärkungen stehen haben. VfL-Manager Jörg Schmadtke kommentierte die Personalie bisher zwar nicht, aber vorstellbar wäre es schon, dass sich die Niedersachsen um den 24-Jährigen bemühen – allerdings wohl nur mit geringen Chancen.