Hamburger SV: Sampdoria Genua mit Angebot für Albin Ekdal – Offerte noch zu gering

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Beim Hamburger SV hat man noch immer an der herben 0:3-Niederlage zum Start der ersten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte gegen Holstein Kiel zu knabbern. Inzwischen arbeitet Trainer Christian Titz mit der Mannschaft aber natürlich auch intensiv auf die Partie am Sonntag beim SV Sandhausen hin, wo drei Punkte mehr oder weniger Pflicht sind, um weitere Unruhe zu vermeiden.

Dass dann erneut der schottische Neuzugang David Bates mit Rick van Drongelen die Innenverteidigung bilden wird, gilt als wenig wahrscheinlich, nachdem der 21-Jährige gegen Kiel doch in mehreren Situationen keine gute Figur abgegeben hat und mehr oder weniger überfordert wirkte. Ob aber der 18-jährige David Jonas oder der auch nur ein Jahr ältere Stephan Ambrosius für mehr Stabilität sorgen können, scheint fraglich.

Eine routinierte Lösung wäre fraglos Albin Ekdal, der nach seinem verspäteten Einstieg ins Training in Folge des Sonderurlaubs nach der WM gegen Kiel zumindest auf der Bank saß. Sportvorstand Ralf Becker bezeichnete den schwedischen Nationalspieler in den vergangenen Tagen auf Nachfrage als vollwertiges Kadermitglied, das auch zu Einsätzen kommen könnte, wenn Trainer Titz zu der Auffassung kommt, er würde der Mannschaft helfen. Dass dieser Fall noch eintritt, ist allerdings höchst ungewiss. Denn ein offenes Geheimnis ist es auch, dass zum einen Ekdal selbst nicht in der zweiten Liga spielen möchte und der HSV zum anderen das hohe Gehalt des Mittelfeldspielers, der in der Inneverteidigung auch keine gelernte Lösung wäre, sparen möchte.

Sampdoria will nur eine Million Euro bezahlen

Laut dem italienischen Journalisten Gianluca di Marzio soll nun Sampdoria Genua um Ekdal buhlen, nachdem zuletzt unter anderem über ein Interesse von Cagliari Calcio spekuliert worden war. Allerdings soll Genua wohl nur zur Zahlung einer Ablöse von einer Million Euro bereit sein, der HSV aber mindestens 2,5 Millionen Euro verlangen, wobei die Ablöse vermutlich ganz oder zu großen Teilen an den einst bei der Ekdal-Verpflichtung maßgeblich beteiligten Investor Klaus Michael Kühne fließen würde.

Auf jeden Fall würde ein Abgang von Ekdal einerseits den Spielraum für die eigene Suche nach einem neuen Verteidiger erhöhen, andererseits aber Trainer Titz aber auch einer durchaus hochkarätigen Alternative für das Abwehrzentrum berauben. Denkbar daher, dass Ekdal erst dann endgültig gehen darf, wenn der neue Defensivmann gefunden ist.