Hannover 96: Ist Papy Djilobodji ein Thema? – Auch Gladbach soll interessiert sein

© von Tim Rademacher (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Kurz vor dem Start in die neue Saison hat Hannover 96 die Weichen für die Zukunft gestellt. Nachdem schon zuvor Äußerungen von Klubboss Martin Kind eine zeitnahe Vollzugsmeldung erwarten ließen, haben die Niedersachsen am Samstag am Rande der gelungenen Generalprobe gegen Athletic Bilbao die Vertragsverlängerung mit Trainer Andre Breitenreiter bis 2021 bekannt gegeben.

„Ich identifiziere mich voll und ganz mit 96 und der Region, in der meine Familie und ich uns sehr wohlfühlen. Bei meiner Entscheidung, den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre zu verlängern, hat das aber nicht die entscheidende Rolle gespielt. Es geht um die Weiterentwicklung der Mannschaft, um die Möglichkeit, dass wir den nächsten Schritt machen können“, kommentierte der 44 Jahre alte Fußball-Lehrer seine Unterschrift und hofft nun, dass in Kürze auch noch der gesuchte Innenverteidiger zur Mannschaft stößt.

Während es um den lange als Favoriten gehandelten Ermin Bicakcic, für den die TSG 1899 Hoffenheim allerdings rund fünf Millionen Euro Ablöse fordern soll, eher ruhig geworden ist und die vereinslosen Serdar Tasci, Dominic Maroh, Robert Huth und Philipp Wollscheid wohl kein Thema sind, werden aktuell vor allem zwei in England unter Vertrag stehende und in der Bundesliga noch bestens bekannte Innenverteidiger gehandelt: Timm Klose von Norwich City und neuerdings auch Papy Djilobodji vom AFC Sunderland.

Djilobodji einst schon bei Werder Bremen

Nach dem Abstieg in die dritte Liga will Djilobodji Sunderland verlassen und hat laut der französischen „L’Equipe“ nicht nur in Hannover, sondern auch bei Borussia Mönchengladbach Interesse geweckt. Auch Gladbach befindet sich noch auf der Suche nach einem zentralen Abwehrspieler und hätte sicherlich die bessere Perspektive zu bieten.

Allerdings ist bislang nicht bestätigt, dass beide Bundesligisten tatsächlich am 29 Jahre alten Senegalesen, der in der Rückrunde der Saison 2016/17 für den SV Werder Bremen spielte und zuletzt an den FCO Dijon verliehen war, Interesse haben. Nachvollziehbar wäre es indes schon, hinterließ Djilobodji in Bremen doch einen guten Eindruck.

Hannovers Manager Horst Heldt machte am Samstag nur klar, dass noch ein Innenverteidiger kommen, es ansonsten aber eher keine weiteren Neuzugänge mehr geben wird: „In der Defensive müssen wir noch was machen. Da sichten wir den Markt. Es gibt mehrere Kandidaten. Darüberhinaus eher kein Handlungsbedarf.“