Borussia Mönchengladbach: Leonardo Campana spielt vor – Interesse an Xeka?

© von Sascha Brück (Uploaded by the photographer) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Mit dem 11:1 bei Bremer Pokalsieger BSC Hastedt hat Borussia Mönchengladbach in der ersten Runde des DFB-Pokals den höchsten Sieg gelandet, was aus Gladbacher Sicht natürlich besonders wertvoll war, weil just Erzrivale 1. FC Köln (9:1 bei BFC Dynamo) übertrumpft wurde.

Natürlich war das Pokalspiel aufgrund der Unterlegenheit des Gegners nicht übermäßig aussagekräftig, aber dennoch hat sich trotz einer verletzter Akteure wie Lars Stindl, Michael Lang oder Nico Elvedi gezeigt, dass Trainer Dieter Hecking über einen gut und vielseitig besetzten Kader verfügt, der auch Ausfälle kompensieren kann. Insbesondere im zentralen Mittelfeld ist der Konkurrenzkampf riesig, nachdem sich der vor einem Jahr vom TSV 1860 München verpflichtete, zunächst aber noch an Fortuna Düsseldorf verliehene Florian Neuhaus direkt nach seiner Ankunft als starke Alternative erwiesen hat und der bisher ein wenig nach seiner Rolle suchende Jonas Hofmann im neuen 4-3-3 auch besser zurecht kommt als zuvor.

Weil neben Neuhaus und Hofmann mit Christoph Kramer, Dennis Zakaria, Tobias Strobl, Michael Cuisance und Laszlo Benes fünf weitere Alternativen für die nur drei Positionen im Mittelfeld vorhanden sind, wohin auch Lars Stindl und Raffael zurückgezogen werden könnten, sind aktuell kursierende Gerüchte um ein Interesse am Portugiesen Xeka vom OSC Lille als eher vage zu bezeichnen. Der 23-Jährige besitzt zwar sicher Potential, doch weil die Borussia auf dieser Position nicht wirklich Bedarf hat, darf man eine Verpflichtung als wenig wahrscheinlich bezeichnen.

Campana zehn Tage lang im Probetraining

Unterdessen verfolgt die Borussia weiterhin die Politik, sich die Dienste von hochtalentierten Akteuren aus dem Ausland zu sichern. Mit Keanan Bennetts, Andreas Poulsen, Christian Theoharous und Sander Christiansen kamen in dieser Sommerpause bereits vier Talente, die idealerweise einen ähnlichen Weg gehen sollen wie Cuisance, der vor einem Jahr für kleines Geld aus dem Nachwuchs vom AS Nancy gekommen ist und seinen Marktwert inzwischen vervielfacht hat.

Der nächste Youngster könnte der ecuadorianische U20-Nationalstürmer Leonardo Campana vom Barcelona SC Guayaquil werden, der seit Montag ein zehntägiges Probetraining in Mönchengladbach absolviert. Der 18-Jährige, der auch in seiner Heimat einen Profivertrag unterschreiben könnte, verkörpert mit seinen 1,87 Metern den Typ klassischer Mittelstürmer und könnte langfristig eine Option werden. Zunächst aber muss sich Campana im Training für ein Engagement bei der Fohlen-Elf empfehlen.