Eintracht Frankfurt: Sinkende Chancen bei Kevin Mbabu? – Schweizer zieht es auf die Insel

Nach dem Fehlstart in die neue Saison mit dem 0:5 im Supercup gegen den FC Bayern München und dem peinlichen Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals beim SSV Ulm ließ rund um Eintracht Frankfurt viele Beobachter Schlimmes befürchten. Der 2:0-Erfolg am ersten Spieltag der Bundesliga beim SC Freiburg sorgte dann allerdings für eine Beruhigung der Lage, wenngleich es vor der Länderspielpause gegen den SV Werder Bremen eine bittere 1:2-Heimpleite setzte.

Sicherlich ein Problem ist, dass die Neuzugänge bisher die schwerwiegenden Abgänge von Leistungsträgern wie Omar Mascarell, Kevin-Prince Boateng, Marius Wolf oder Lukas Hradecky nicht kompensieren konnten. Zumindest mit Blick auf den Verlust von Hradecky darf man aber dank der späten Ausleihe von Kevin Trapp von Paris St. Germain durchaus zuversichtlich sein, dass die Lücke mehr als nur geschlossen wurde. Ansonsten bleibt die Hoffnung, dass Spieler wie Nicolai Müller und Filip Kostic ihre in der Bundesliga schon gezeigten Qualitäten konstant abrufen können und aus dem Ausland gekommene, noch sehr junge Akteure wie Lucas Torro und Evan Ndicka ihre ersten, durchaus vielversprechenden Ansätze bestätigen können.

Erst einmal keine Gelegenheit dazu erhält Goncalo Paciencia, der nach einem am Montag im Training erlittenen Außenmeniskus-Riss im linken Knie operiert werden muss und mindestens sechs Wochen ausfällt. Der portugiesische Angreifer, der immerhin mit dem Anschlusstreffer im Pokal in Ulm auf sich aufmerksam machen konnte, muss folglich im Herbst einen neuen Anlauf unternehmen.

Mbabu tendiert offenbar nach England

Unterdessen halten die Frankfurter Verantwortlichen schon jetzt Ausschau nach möglichen Verstärkungen für den Winter. Weiterhin viel diskutiert wird rund um die Eintracht dabei der Name Kevin Mbabu. Den Schweizer Nationalspieler von den Young Boys Bern soll die SGE bereits im Sommer dick unterstrichen auf dem Zettel gehabt haben, doch eine Verpflichtung des Wunschspielers von Trainer Adi Hütter ließ sich letztlich nicht realisieren. Möglicherweise auch deshalb, weil Mbabu mit Bern nun die Gelegenheit hat, in der Champions League spielen zu können.

Dieses Thema könnte sich aber im Winter schon wieder erledigt haben. Ob die Eintracht dann für Mbabu noch eine Option ist, bleibt freilich abzuwarten. Gegenüber dem „Chronicle“ deutet der Außenverteidiger nun an, sich einen Wechsel nach England gut vorstellen zu können, auch wenn es auf seiner ersten Station auf der Insel bei Newcastle United eher durchwachsen lief. Für Frankfurt wird es damit sicher nicht einfacher.