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Eintracht Frankfurt: Ist der Kader für die Doppelbelastung zu klein?

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Mit allzu breiter Brust dürfte Eintracht Frankfurt die Reise zum Auswärtsspiel am Freitagabend bei Borussia Dortmund nicht angehen. Im Frühjahr war es bei der 2:3-Niederlage, als die Eintracht nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit postwendend noch das dritte Gegentor kassierte, zwar knapp, doch war diese Begegnung eben doch gleichbedeutend mit der siebten Niederlage in Folge, die die SGD im Signal-Iduna-Park erlitten hat.

Neben der Statistik, die in der Spielvorbereitung von Trainer Adi Hütter freilich keine wirkliche Rolle spielen dürfte, bereitet vor allem auch die Personalsituation Sorgen. Mit Timothy Chandler (Knorpelschaden im Knie), Carlos Salcedo (Syndesmoseriss) und Goncalo Paciencia (Außenmeniskusriss) haben sich in den letzten Wochen gleich drei Akteure verletztungsbedingt für längere Zeit abgemeldet, während Ante Rebic noch immer im Aufbautraining steckt und nachvollziehbarerweise erst dann eingesetzt werden soll, wenn kein Risiko mehr besteht.

Dass sich Jetro Willems vor der Länderspielpause beim 1:2 gegen den SV Werder Bremen eine völlig überflüssige rote Karte eingehandelt hat, schmerzt natürlich besonders. Ob die Eintracht die Sperre des Niederländers von drei Spielen am Freitag in der mündlichen Verhandlung vor dem Sportgericht des DFB noch verkürzen kann, ist unterdessen fraglich. Richtig bitter ist nun, dass auch Willems-Ersatz Taleb Tawatha auszufallen droht. Der Israeli verletzte sich am Dienstag im Länderspiel gegen Österreich am Rücken und muss wohl auch passen, wenngleich es sich laut Nationaltrainer Andreas Herzog nicht um eine gravierende Blessur handeln soll.

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Wer verteidigt hinten links?

Gerade die linke Abwehrseite bereitet vor dem Gastspiel in Dortmund nun große Sorgen. Weil ein Einsatz des erst 19 Jahre alten Deji Beyreuther eher kein Thema sein dürfte, muss Coach Hütter auf dieser Position improvisieren. Innenverteidiger Simon Falette, der im Sommer schon ausgemustert schien, könnte eine Option sein, aber auch Evan Ndicka und sogar Makoto Hasebe dürften in den Überlegungen des Trainerteams eine Rolle spielen. Spekuliert wird generell, dass der zuletzt gar nicht berücksichtigte Routinier Hasebe als Stabilisator in die Mannschaft eingebaut werden könnte.

Ungeachtet dessen wird nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert, dass es die Eintracht versäumt hat, einen Kader zusammenzustellen, der qualitativ und quantitativ den Anforderungen der Doppelbelastung mit der Europa League genügt. Diese Diskussionen dürften lauter werden, sollte die kommende Woche mit den Spielen in Dortmund, bei Olympique Marseille und gegen RB Leipzig verpatzt werden.

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Gleich ein Trio aus Frankreich für die Eintracht?

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Hatem Ben Arfa gilt als nicht ganz einfacher Charakter. © imago images / PanoramiC

Nach den Verkäufen von Luka Jovic (Real Madrid) und Sebastien Haller (West Ham United) benötigt Eintracht Frankfurt hochkarätigen Ersatz für den Angriff. Wenig überraschend, dass deshalb und aufgrund der prall gefüllten Kassen der SGE derzeit die Spekulationen ins Kraut schießen – und das derzeit vor allem mit einem Fokus auf Frankreich.

Mit Ludovic Ajorque von Racing Straßburg soll die Eintracht einen Stürmer im Blickfeld haben, der in der vergangenen Saison in 25 Spielen neun Tore erzielt hat. Ein konkretes Angebot haben die Hessen für den 1,97 Meter großen Ajorque indes noch nicht abgegeben.

Gerüchte um Laborde und Ben Arfa

Laut dem Portal „Foot Mercato“ befindet sich auch Gaëtan Laborde vom HSC Montpellier im Visier der Eintracht. Der ebenfalls 25-Jährige traf in der vergangenen Spielzeit elf Mal, besitzt aber ebenso wie Ajorque noch einen Vertrag bis 2022 und wäre dementsprechend nicht ganz günstig zu haben.

Ablösefrei wäre hingegen Hatem Ben Arfa, mit dem sich die SGE laut der „L’Equipe“ ebenso beschäftigen soll wie Borussia Mönchengladbach. Der 32-Jährige besitzt nach wie vor einen großen Namen, gilt allerdings als schwieriger Charakter und ist nach sieben Toren in 26 Spielen für Stade Rennes in der abgelaufenen Saison nicht von ungefähr seit 1. Juli vertragslos. Nachdem bei der Eintracht in der Vergangenheit schon mehrere als nicht einfach gehandelte Akteure wie allen voran Ante Rebic und Kevin-Prince Boateng zu Leistungsträgern avanciert sind, ist aber nicht ausgeschlossen, dass man sich tatsächlich konkret auch mit Ben Arfa auseinandersetzt.

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