Bayer Leverkusen: Nun zwei Endspiele für Heiko Herrlich?

© von No machine-readable author provided. Dave24 assumed (based on copyright claims). [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Der Blick auf die Tabelle zeigt nach drei Spieltagen ein ungewohntes Bild. Mit dem FC Schalke 04 und Bayer Leverkusen stehen zwei Mannschaften noch ohne jeden Punkt am Ende des Tableaus, die die Bundesliga ab der neuen Woche international vertreten sollen. Während Schalke sogar in der Champions League startet, tritt Bayer in der Europa League an und hat beim bulgarischen Klub Ludogorets Rasgrad eine unangenehme Aufgabe vor der Brust, die man nicht unterschätzen sollte – eine Nachfrage bei der TSG 1899 Hoffenheim kann sich lohnen.

Anders als auf Schalke, wo Domenico Tedesco trotz des Fehlstarts komplett sicher im Sattel sitzt, wird in Leverkusen nicht erst seit der gestrigen 1:3-Niederlage beim FC Bayern München, wo sich Bayer trotz eines Traumstarts samt früher Führung wenig zutraute und am Ende chancenlos die Punkte ablieferte, über Trainer Heiko Herrlich diskutiert. Vor der Länderspielpause war Geschäftsführer Rudi Völler in Folge der 1:3-Heimpleite gegen den VfL Wolfsburg zwar sehr darum bemüht, das Trainerthema klein zu halten, doch weniger das zu erwartende Ergebnis denn die Leistung in der Allianz Arena erhöhten den Druck auf Herrlich nun wieder.

Während der in München früh angeschlagen ausgewechselte Kapitän Lars Bender gegenüber „Bild“ davon sprach, dass die Mannschaft gefühlt „noch im Urlaub“ sei und das kommenden Bundesliga-Spiel zu Hause gegen den 1. FSV Mainz 05 bereits Endspiel-Charakter habe, will Herrlich selbst nicht über seine Zukunft reden, sondern sich auf seine Aufgaben fokussieren: „Ich habe keinen Raum für diese Diskussionen. Ich muss alles dafür tun, um die Mannschaft auf die Spiele gegen Rasgrad und Mainz vorzubereiten.“

Herrlich mit klarer Analyse

Zumindest als Mutmacher dienen darf die Anfangsphase in München, die allerdings schnell in den Hintergrund geriet: „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Der erste Konter hat gleich gut funktioniert. Ich hatte die Hoffnung, dass uns das Selbstvertrauen gibt. Die ersten beiden Gegentreffer waren Geschenke. Da haben wir ein Stück weit Anschauungsunterricht bekommen“, analysierte Herrlich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel das Geschehen in der Allianz Arena, wo Bayer mit einer ungewohnt defensiven Formation antrat, es so aber nach dem Führungstor nicht mehr schaffte, das bayerische Tor in Gefahr zu bringen.

Klar ist, dass es sowohl in Rasgrad als auch gegen Mainz einer deutlichen Steigerung bedarf, sollen die Diskussionen über den Trainer nicht noch deutlich lauter werden.