FC Bayern München: Wird Heung-Min Son ein Thema?

Noch vor wenigen Wochen war der Kader des FC Bayern München zumindest in den Augen der Verantwortlichen zu groß. Selbst als mit Arturo Vidal (FC Barcelona), Sebastian Rudy (FC Schalke 04) und Juan Bernat (Paris SG) drei Akteure den Verein verlassen haben, sahen Präsident Uli Hoeneß und Klubboss Karl-Heinz Rummenigge ihr Aufgebot noch als mindestens ausreichend an.

In den letzten Partien haben sich allerdings mit Kingsley Coman (Syndesmosebandanriss), Corentin Tolisso (Kreuzbandriss) und Rafinha (Teilriss des Innenbandes am Sprunggelenk) gleich drei Profis für längere Zeit abmelden müssen, sodass es langsam eng wird. Wenn wie am Montag mit Leon Goretzka ein Spieler das Training angeschlagen abbrechen muss, ist man bei den Bayern natürlich nun besonders besorgt. Wie schwer es den Nationalspieler erwischt hat, ist offen. Ein Einsatz am Mittwoch zum Auftakt der Champions League bei Benfica Lissabon scheint allerdings eher fraglich. Damit blieben Trainer Niko Kovac nur noch 15 gesunde Feldspieler inklusive der bisher noch nicht berücksichtigten Sandro Wagner und Renato Sanches. Gerade für Renato Sanches, der nach seiner Rückkehr von Swansea City einen neuen Anlauf nehmen sollte, aber kurz vor Transferschluss mit einem Wechsel nach Paris liebäugelte, wäre die Begegnung bei seinem Ex-Klub in Lissabon sicherlich etwas Besonderes.

Son noch mit Vertrag bis 2023

Ungeachtet dessen werden die Bayern-Verantwortlichen genau verfolgen, wie es mit ihrem Personal weiter geht. Je nach Verlauf der Genesung von Coman, Tolisso und Rafinha ist nicht ausgeschlossen, dass die Münchner im Winter auf dem Transfermarkt tätig werden. Insbesondere natürlich dann, sollte es zu weiteren Ausfällen kommen, denn klar ist, dass man im Frühjahr, wenn es in der Champions League mutmaßlich gegen die ganz Großen geht, gut aufgestellt sein will.

Sicher scheint zudem, dass die Bayern spätestens für die nächste Saison einen offensiven Hochkaräter hinzuholen werden, wenn Franck Ribery und Arjen Robben nochmals ein Jahr älter sind. Ein Kandidat für die Nachfolge der beiden Altstars könnte Heung-Min Son sein, der nun von der „Sun“ und anderen Medien gerüchteweise mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird.

Der einst für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen aktive Südkoreaner besitzt bei Tottenham Hotspur allerdings noch einen Vertrag bis 2023 und das Interesse der Londoner, Son abzugeben, dürfte sich in Grenzen halten. Wohl allenfalls bei einem sehr hohen Angebot scheinen Gespräche zwischen den Spur und den Bayern denkbar.