FC Schalke 04: Fehlstart weitet sich aus – Franco di Santo sorgt für Ärger

Der Fehlstart des FC Schalke 04 weitet sich weiter aus. Die gestrigen 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern München musste zwar angesichts der Dominanz des Rekordmeisters ein Stück weit einkalkuliert werden, wäre freilich deutlich leichter zu verkraften gewesen, wenn nicht zuvor nach den ersten drei Spieltagen null Punkte zu Buche gestanden hätten.

Sofern Bayer Leverkusen heute nicht gegen den 1. FSV Mainz 05 verliert, geht Schalke mit der roten Laterne in die englische Woche, die fraglos richtungsweisend ist. Beim SC Freiburg und ebenfalls gegen Mainz stehen die Königsblauen unter Zugzwang und müssen die ersten Punkte einfahren, um nicht schon einen beträchtlichen Rückstand auf die internationalen Plätze zu haben, die es am Ende der Saison nach Möglichkeit wieder sein sollen.

„Die Reaktion der Mannschaft war mehr als ordentlich. Der Weg ist der richtige, wir müssen Erfolgserlebnisse einsacken“, war Trainer Domenico Tedesco, der dank der großen Erfolge in der vergangenen Saison komplett sicher im Sattel sitzt, allerdings keineswegs enttäuscht vom Auftritt seiner Schützlinge gegen die Bayern. Zugleich betonte Tedesco, in der momentanen Situation weniger auf die Tabelle zu schauen. Natürlich aus gutem Grund, wobei Erfolge in den nächsten Wochen bald wieder Anlass geben sollen, den Blick doch auf das Tableau richten zu dürfen.

Tedesco deutet Strafe an

Obwohl grundsätzlich mit seiner Mannschaft nicht unzufrieden, war Tedesco nach Spielschluss dennoch verärgert. Auslöser war Franco di Santo, der nach seiner Auswechslung auf der Ersatzbank in Richtung Trainer meckerte, was in einen offenen Disput mündete. „Ich erwarte Respekt. Es geht mir um die Geste. Wir sind eine saubere Truppe. Wir müssen den Stil wahren. Ich werde jetzt darüber schlafen. Sonntag werden wir das intern besprechen“, deutete Tedesco in der „Bild am Sonntag“ an, dass der Argentinier mit einer Sanktion rechnen muss.

Bereits unmittelbar nach Spielende hatte Tedesco bei „Sky“ klare Worte gefunden: „Ich bin enttäuscht. Wir fördern ihn seit geraumer Zeit. Er hat hier keinen leichten Stand, aber wir reden ihn stark. Deswegen ist es enttäuschend. Ein bisschen gute Erziehung wäre da nicht verkehrt.“

Inzwischen hat sich der Argentinier via Twitter öffentlich entschuldigt. Ob ihn diese Entschuldigung vor einer Geldstrafe bewahren wird, bleibt allerdings abzuwarten.