Erzgebirge Aue: Wackelt Trainer Daniel Meyer? – Helge Leonhardt erhöht den Druck

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Mit Ilia Gruev (MSV Duisburg) hat am gestrigen Montag nach Uwe Neuhaus (Dynamo Dresden) und Stefan Leitl (FC Ingolstadt) der dritte Trainer in der laufenden Zweitliga-Saison seinen Hut nehmen müssen. Während Duisburg mit Torsten Lieberknecht direkt den Nachfolger vorstellte, sitzen auch andere Trainer nicht mehr ganz sicher im Sattel. So ist bei Erzgebirge Aue zu spüren, dass die jüngsten Niederlagen gegen den SV Sandhausen (0:2) und beim SC Paderborn (0:1) Zweifel an Daniel Meyer haben aufkommen lassen.

Insbesondere die vielen Umstellungen nach den Siegen gegen den FC St. Pauli (3:1) und beim MSV Duisburg (2:1), die von wenigen Ausnahmen abgesehen ohne Not erfolgt sind, wurden und werden kritisch hinterfragt. Und das nun nicht mehr nur medial und bei den Fans, sondern auch von Klubboss Helge Leonhardt, der in „Bild“ klare Worte gefunden hat: 2Die Zeit der Experimente ist jetzt vorbei, ich fordere sofort wieder mehr Stabilität und Sicherheit. Wir brauchen eine Grundformation aus gestandenen Spielern, die wir haben.“

Zugleich machte Leonhardt klar, die Arbeit des Trainerteams nun genau zu beobachten. Zudem dürfte der Klubboss Meyer am heutigen Dienstag in einem angesetzten Treffen zwischen Vorstand und Trainer verdeutlichen, was erwartet wird. Und das ist natürlich der Klassenerhalt, für den die aktuellen sieben Punkte aus acht Spielen hochgerechnet nicht ausreichen dürften.

Ein Sieg gegen Holstein Kiel muss her

Leonhardt nahm zwar ausdrücklich auch die Mannschaft in die Pflicht, doch das schwächste Glied der Kette ist nun mal der Trainer und bereits in der Vergangenheit hat der starke Mann in Aue gezeigt, nicht übermäßig lange zu fackeln, wenn die Zweifel an einem Coach überhand nehmen. Das beste Beispiel stammt dabei sicherlich aus der vergangenen Spielzeit, als der erst im Sommer als Nachfolger von Domenico Tedesco verpflichtete Thomas Letsch nach nur drei Pflichtspielen schon wieder gehen musste.

Am Samstag im Heimspiel gegen Holstein Kiel sollte Aue nun idealerweise drei Punkte einfahren, um danach eine halbwegs ruhige Länderspielpause zu erleben. Geht es gegen die Störche zum dritten Mal in Folge schief, ist wohl nichts auszuschließen, wenngleich vieles auch davon abhängen wird, wie sich die Mannschaft präsentiert. Und gerade im eigenen Stadion und mit den eigenen Fans im Rücken sollte mit der nötigen Leidenschaft der erhoffte Sieg möglich sein.