Hamburger SV: Schon Gerüchte um mögliche Titz-Nachfolger – Hannes Wolf ein Kandidat?

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Nach dem 0:5-Debakel im eigenen Stadion gegen den SSV Jahn Regensburg hat es der Hamburger SV in den Spielen bei der SpVgg Greuther Fürth und gegen den FC St. Pauli geschafft, besser zu stehen und hinten die Null zu halten. Allerdings gelang den Hanseaten auch vorne kein Treffer, sodass unter dem Strich magere zwei Punkte aus der englischen Woche zu Buche stehen, in die man nach zuvor fünf Pflichtspielsiegen am Stück noch mit breiter Brust gegangen war.

Weil die Leistungen des HSV gemessen am Potential des Kaders fraglos nicht ausreichend waren, wächst die Unruhe in der Hansestadt. Dazu hat sicherlich auch Sportvorstand Ralf Becker seinen Teil dazu beigetragen, der ein Bekenntnis zu Trainer Christian Titz schuldig blieb und stattdessen in der „Morgenpost“ offene Kritik an der Spielweise äußerte: „Vielleicht versuchen wir manchmal, Situationen zu kontrolliert und zu strategisch zu lösen. Wir müssen einen Mittelweg finden. Hinten gut stehen, aber vorne auch gefährlich sein. Da fehlt uns manchmal der Mix, die letzte Idee. So wie es gegen St. Pauli war, war es nicht gut.“

Titz, der nach seinem Amtsantritt im Frühjahr in aussichtloser Situation beinahe doch noch den Klassenerhalt geschafft hätte und nicht zuletzt deshalb im Umfeld sowie beim Anhang viel Kredit genießt, will sich indes von den aufkeimenden Diskussionen um seine Person nicht ablenken lassen: „Ich will mir nicht die Energie rauben lassen. Es bringt nichts, wenn ich mich damit beschäftige. Das sind Dinge, die ich nicht beeinflussen kann. Ich versuche mich mit der Mannschaft so gut vorzubereiten, dass wir drei Punkte holen“, so der Coach in „Bild“.

Gerüchte auch um Weinzierl und Schmidt

Nicht verhindern lässt es sich in einer Stadt wie Hamburg in der aktuellen Lage, dass bereits mögliche Nachfolger gehandelt werden. So bringt „Bild“ vor allem Hannes Wolf ins Gespräch, der 2016/17 den VfB Stuttgart zurück in die Bundesliga führte, dann aber zu Beginn des Jahres gehen musste. Genannt werden auch der vereinslose Markus Weinzierl sowie Roger Schmidt, der allerdings in China bei Peking Guoan unter Vertrag steht und dort bestens verdient.

Auch schon gefallen ist der Name Peter Stöger, der 2013/14 dem 1. FC Köln zunächst zum Bundesliga-Aufstieg verhalf und dann sogar nach Europa führte.