FC Bayern München: Ein Anflug von Krise – Droht Ärger um James?

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Vor einem Jahr musste Ende September Carlo Ancelotti in Folge einer 0:3-Niederlage am zweiten Spieltag der Champions League bei Paris St. Germain gehen und Jupp Heynckes übernahm das Kommando beim FC Bayern München, der sich danach zumindest in der Bundesliga keine Blöße mehr gab, wenngleich die erhofften Titel in der Königsklasse und im DFB-Pokal nicht eingefahren werden konnten. Eine wirkliche Schwächephase erlaubten sich die Münchner unter Heynckes indes nicht.

Nachfolger Niko Kovac führte sich zunächst mit sieben Pflichtspielsiegen inklusive dem ersten Titel im Supercup hervorragend ein, befindet sich nun aber in einem ersten kleinen Tief. Nach einem souveränen 2:0-Erfolg beim FC Schalke 04 ließ der deutsche Rekordmeister zunächst im Heimspiel gegen den FC Augsburg (1:1) leichtfertig zwei Punkte liegen und kassierte anschließend bei Hertha BSC (0:2) eine erste Saisonniederlage. Und nun am Dienstagabend kamen die Bayern trotz früher Führung auch in der Champions League gegen Ajax Amsterdam nicht über ein 1:1 hinaus. Dabei hatte die Kovac-Elf sogar noch Glück, dass die Niederländer ihre im Chancen nicht besser verwerten konnten. Andernfalls wäre eine Niederlage im Bereich des Möglichen gewesen.

Coach Kovac sprach denn auch eher von einem gewonnenen Punkt und sparte bei „DAZN“ nicht mit Kritik am Auftreten seines Teams: „Wir haben fahrlässig gespielt, jeder zweite Ball war beim Gegner. Wir haben ganz einfach zu viele Fehlpässe gespielt. Wir wollten zu viel, zu schnell. Dadurch baust du den Gegner auf und verlierst an Selbstvertrauen.“

James kommt erst nach einer Stunde

Am Samstagabend ist im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach sicher eine Steigerung nötig, um zurück in die Erfolgsspur zu finden. „Wir müssen unsere Leistung immer wieder abrufen. Wir können nicht sagen ‚Das geht von alleine‘. Wenn jeder einzelne einen Prozentpunkt weniger gibt, dann ist das in Summe ziemlich viel“, fordert Kovac dafür die passende Einstellung und Leidenschaft von der ersten Minute an.

Ob James Rodriguez am Samstag zur Startelf gehören wird, ist offen. Gegen Ajax wurde der Kolumbianer erst nach einer guten Stunde eingewechselt. Zu wenig für die Ansprüche des 27-Jährigen, der die Allianz Arena gefrustet nur zehn Minuten nach Spielende verließ. Ein gewisses Konfliktpotential ist in dieser Personalie sicher vorhanden. Erst recht, wenn die Ergebnisse weiterhin so ausfallen wie zuletzt.