TSG 1899 Hoffenheim: Später Patzer macht die gute Ausgangsposition zunichte

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Die TSG 1899 Hoffenheim hat mit dem 2:2 bei Shakhtar Donezk einen ordentlichen Start in die Gruppenphase der Champions League hingelegt, wenngleich in der Ukraine auch ein Sieg möglich gewesen wäre. Die nach dem ersten Spieltag noch gute Ausgangsposition hat nun aber am Dienstag darunter gelitten, dass die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann wie schon gegen Donezk einen Vorsprung nichts ins Ziel brachte.

Mit der Führung durch Ishak Belfodil schon in der ersten Minute erwischte Hoffenheim gegen Manchester City einen Traumstart, musste allerdings auch nur sieben Minuten später bereits den Ausgleich durch Sergio Agüero hinnehmen. In der Folge entwickelte sich eine temporeiche Begegnung, in der der englische Meister zwar dominierte, Hoffenheim aber mit schnellen Gegenangriffen immer Gefahr ausstrahlte.

Als es dann schon stark nach einem Unentschieden aussah, womit man in Hoffenheim besser hätte leben können, unterlief Youngster Stefan Posch im eigenen Strafraum ein Stockfehler, den David Silva in der 87. Minute zum 2:1-Siegtreffer der Citizens nutzte, die damit die Heimniederlage am ersten Spieltag gegen Olympique Lyon wettmachen konnten. Natürlich griff in Sinsheim nach dem Abpfiff große Enttäuschung um sich, die aber schnell auch einem gewissen Stolz auf die unter denkbar schlechten Voraussetzungen gezeigte Leistung wich.

Nun zweimal gegen Lyon

„Trotz zehn Ausfällen haben wir es gut gemacht. City hat viel von dem gemacht, was wir erwartet haben. Taktisch war das eine sehr gute Leistung von uns“, war Trainer Nagelsmann alles andere als enttäuscht vom Auftreten seiner Schützlinge, die alles in die Waagschale warfen und zumindest an einer Überraschung schnuppern durften.

„Wir haben unseren Ballbesitz hochgeschraubt und hatten gute Momente. Gegen so ein Team in der zweiten Hälfte noch draufzupacken ist schon gut, darauf können wir auf jeden Fall aufbauen“, will Naglsmann zudem die positiven Aspekte mitnehmen und daran schon am Sonntag im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt anknüpfen.

In der Champions League stehen nun am dritten und vierten Spieltag die beiden Duelle mit Lyon auf dem Programm, die durchaus schon vorentscheidenden Charakter haben könnten. Gerade am 23. Oktober zu Hause ist für Hoffenheim gegen die Franzosen ein Erfolg fast Pflicht. Andernfalls würde es wohl schwierig, noch die K.o.-Runde zu erreichen.