Borussia Mönchengladbach: Wie geht es mit Patrick Herrmann weiter?

By Borusse86 (Selbst fotografiert) [Public domain], via Wikimedia Commons

Die Entwicklung von Patrick Herrmann vom Streichkandidaten zurück zum wichtigen Spieler und zum Torschützen beim 3:0-Auswärtssieg in der Allianz Arena beim FC Bayern München ist fraglos eine der Geschichten der bisherigen Bundesliga-Saison.

Der 27-Jährige wurde im Sommer von Trainer Dieter Hecking über seine nur noch begrenzten Aussichten auf regelmäßige Einsätze informiert, was man auch als nahegelegten Vereinswechsel interpretieren konnte. Prompt tauchten auch Spekulationen um ein Interesse unter anderem vom SV Werder Bremen oder vom 1. FC Nürnberg auf, doch Herrmann blieb in Mönchengladbach und suchte dort trotz großer Konkurrenz seine Chance.

Und rund drei Monate später darf man konstatieren, dass der zweifache Nationalspieler diese Chance gefunden und vor allem auch genutzt hat. Bereits in der Vorbereitung machte Herrmann deutlich, seinen Platz nicht ohne Weiteres räumen zu wollen und brachte sich nach schwierigen Monaten, die auch auf enormes Verletzungspech zurückzuführen waren, in eine sehr gute Verfassung. Aktuell stehen nach sieben Spieltagen nun sechs Einsätze mit zwei Toren und zwei Vorlagen zu Buche. Alleine anhand dessen wird klar, dass der schnelle Flügelspieler längst wieder im engeren Kreis der Startelf angekommen und ein Wechsel vom Tisch ist.

Herrmanns Vertrag läuft aus

Dementsprechend ist Herrmann mit dem Status quo auch sehr zufrieden, wie er gegenüber „Bild“ erklärt: „Letztes Jahr hat mir einfach mal ein Erfolgserlebnis gefehlt. Die habe ich mir in der Vorbereitung wieder erarbeitet. Das hat mir neues Selbstvertrauen gegeben. Ich fühle mich jetzt super, wie in meinen besten Phasen.“

Die sehr positive Entwicklung wirft nun freilich eine neue Frage auf. Denn Herrmann steht bei der Borussia nur noch bis zum Ende der Saison unter Vertrag und die zuletzt gezeigten Leistungen dürften auch den einen oder anderen Mitbewerber aufmerksam werden lassen. Noch aber ist die Zukunft nach dieser Saison für den gebürtigen Saarländer, der im Sommer 2008 in den Nachwuchs der Borussia wechselte, kein Thema: „Jeder weiß ja, wie gerne ich für Borussia spiele. Aber ganz ehrlich: Da mache ich mir im Moment überhaupt keine Gedanken drüber, ich habe da keinen Plan in der Tasche. Wir wollen jetzt alle erst einmal gucken, was die Hinrunde noch bringt. Ich mache mir da keinen Stress.“

Klar ist freilich, dass sich Herrmanns Karten im Vergleich zum letzten Sommer deutlich verbessert haben und die Borussia ihn liebend gerne halten würde.