FC Bayern München: Folgt Milan Skriniar auf Jerome Boateng?

Wochenlang war der mögliche Abschied von Jerome Boateng im Sommer ein heißes Thema an der Säbener Straße. Letztlich aber sagte der Nationalspieler Manchester United aus eigenem Antrieb ab, während ein Wechsel zu Paris St. Germain offenbar daran scheiterte, dass der französische Meister die absolute Entschlossenheit vermissen ließ.

Boateng, den die Bayern-Verantwortlichen mehr oder weniger offen zum Verkauf angeboten haben, blieb letztlich in München und ist dort neben Mats Hummels und Niklas Süle aktuell einer von drei Innenverteidigern für die beiden Plätze im Abwehrzentrum.

Weil Hummels und Boateng nicht mehr die allerjüngsten sind und der FC Bayern mittelfristig auf dieser Position wie unter anderem auch auf den offensiven Außenbahnen, wo Nachfolger für Arjen Robben und Franck Ribery gefunden werden müssen, nicht um einen Umbruch herumkommen wird, kommen Spekulationen auch um neue Innenverteidiger nicht gänzlich überraschend.

Etwas ruhiger geworden ist es in den letzten Wochen um Benjamin Pavard. Das ändert allerdings nichts daran, dass der französische Weltmeister den VfB Stuttgart im Sommer 2019 für eine fixe Ablöse im Bereich von 35 Millionen Euro verlassen kann und dem Vernehmen nach mit den Bayern schon eine Einigung erzielt hat. Pavard kann indes nicht nur im Abwehrzentrum spielen, sondern wie beim WM-Triumph der Equipe Tricolore auch auf der rechten Abwehrseite, sodass nicht auszuschließen ist, dass noch ein weiterer zentraler Defensivmann verpflichtet wird. Insbesondere natürlich dann, sollte Boateng die Bayern mit etwas Verspätung doch noch verlassen.

80 Millionen Euro für Skriniar?

Ein Kandidat für die Nachfolge Boatengs könnte der Slowake Milan Skriniar von Inter Mailand sein, der laut einem Bericht der „Tuttosport“ ins Blickfeld des FC Bayern geraten sein soll. Der 23-Jährige, der im Sommer 2017 für rund 27 Millionen Euro von Sampdoria Genua nach Mailand gewechselt ist, gehört zu den herausragenden Abwehrspielern der Serie A, hat deshalb aber auch seinen Preis. So soll Inter etwa 80 Millionen Euro für Skriniar verlangen und besitzt dabei angesichts eines bis 2022 laufenden Vertrages eine sehr gute Verhandlungsposition.

Dass die auf wirtschaftliche Vernunft bedachten Bayern derart viel Geld für einen Defensivspieler ausgeben, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Präsident Uli Hoeneß hat zwar andeutet, dass im Sommer 2019 durchaus richtig investiert werden könnte, doch dürfte der Fokus dann eher auf Offensivkräften liegen.