Hamburger SV: Interesse an polnischem Top-Talent Szymon Zurkowski?

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Mit dem 3:2-Sieg gegen Aarhus GF hat sich der Hamburger SV am Donnerstag für eine im Sommer erlittene Testspielpleite revanchiert. Ob der Erfolg drei Monate nach einer 1:5-Klatsche in der Vorbereitung auf die Saison nun tatsächlich die positive Weiterentwicklung des HSV unterstreicht, bleibt freilich abzuwarten.

Deutlich wurde allerdings erneut, dass Trainer Christian Titz nach verschiedenen Experimenten nun wieder klar beim 4-1-4-1 mit Lewis Holtby und Aaron Hunt auf den beiden zentralen Positionen im offensiven Mittelfeld angekommen ist. Im Test durfte dahinter zwar Matti Steinmann als Sechser ran, doch im Ernstfall ist davon auszugehen, dass zunächst wieder Orel Mangala den Zuschlag erhalten wird.

Im Zentrum scheint sich der HSV also gefunden zu haben, was gleichzeitig für einige Akteure wie eben Steinmann, aber auch Vasilije Janjicic und den im Sommer verbunden mit durchaus hohen Erwartungen vom 1. FC Kaiserslautern gekommenen Christoph Moritz einen Platz auf der Bank bedeutet. Und möglicherweise wird der Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld der Hanseaten auf absehbare Zeit sogar noch größer. Denn wie aus Polen verlautet, haben Scouts des HSV mehrfach das polnische Top-Talent Szymon Zurkowski von Gornik Zabrze unter die Lupe genommen.

Der 21-Jährige ist Kapitän der U21 Polens und steht nach allgemeiner Einschätzung relativ kurz vor dem Sprung in die A-Nationalmannschaft seines Landes. Wenig überraschend ist der HSV deshalb nicht der einzige Interessent für Zurkowski, der unter anderem auch im Notizblick des FC Southampton stehen soll, der schon in der Vergangenheit stets ein Auge auf den polnischen Markt hatte.

Vier Millionen Euro Ablöse?

Trotz eines bis 2020 laufenden Vertrages und damit einer guten Verhandlungsposition wäre Gornik Zabrze offenbar dazu bereit, Zurkowski ziehen zu lassen, wenn die Ablöse stimmt. Im Raum steht eine Summe von vier Millionen Euro, die für den nach dem Abstieg finanziell alles andere als auf Rosen gebetteten HSV aber nicht ohne Weiteres zu stemmen wäre.

Auch deshalb nicht, weil eine erneute Hilfe von Mäzen Klaus Michael Kühne bei Transfers nicht mehr vorgesehen ist und sämtliche Ausgaben selbst erwirtschaftet werden müssen. Ungeachtet dessen ist auch fraglich, ob sich Zurkowski angesichts erstklassiger Alternativen überhaupt einen Wechsel nach Hamburg vorstellen kann. Ein Aufstieg freilich würde die Situation in jeglicher Hinsicht deutlich verändern.