Werder Bremen: Später Erfolg in Osnabrück – Sorgen um Martin Harnik

Der SV Werder Bremen hat seine gute Verfassung der ersten sieben Spieltage auch in die Länderspielpause mitgenommen. Beim VfL Osnabrück, der als Tabellenführer der 3. Liga ebenfalls in guter Form ist, gewannen die Grün-Weißen am Freitagabend ein Testspiel mit 2:1.

In Abwesenheit einiger Nationalspieler brachte Kevin Möhwald den SV Werder nach 25 Minuten mit einem sehenswerten Treffer in Führung. Osnabrück gelang zwar kurz nach der Pause in Person von Bashkim Renneke der Ausgleich, doch nach 70 Minuten nutzte das 20 Jahre alte Sturmtalent Jonah Osabutey aus der zweiten Mannschaft die Gelegenheit, sich bei den Profis zu zeigen und traf auf Flanke von Christian Groß zum Sieg.

Trainer Florian Kohfeldt, der für Routinier Jaroslav Drobny im Tor ein Extralob parat hatte und sich speziell für den bislang in Bremen noch nicht recht angekommenen Sommereinkauf Möhwald für sein Tor freute, war unter dem Strich mit dem Auftritt seines Teams einverstanden: „Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Wir hatten eine sehr gute Staffelung, Passqualität und viele Torchancen aus dem Spiel heraus. Nach der Pause haben wir den Rhythmus etwas verloren und mehr Fehler gemacht. Aber das ist kein Vorwurf an die Jungs, wir haben viel gewechselt und ausprobiert.“

Harnik hofft auf Einsatz auf Schalke

Nicht dabei war in Osnabrück mit Martin Harnik ein weiterer Sommerneuzugang. Der 31 Jahre alte Angreifer, der es in fünf Einsätzen bisher auf ein Tor brachte, klagt seit längerem über muskuläre Probleme am hinteren Oberschenkel, die zuletzt beim 2:0 gegen den VfL Wolfsburg auch ein Mitwirken verhinderten.

Ob Harnik nach der Pause beim FC Schalke 04 wieder mitwirken kann, ist offen. Der Routinier ist allerdings aktuell durchaus noch guter Dinge, dass es dann zu einem Einsatz reicht. „Ich hoffe es. Mein Plan ist, nächste Woche wieder ins Training einzusteigen“, so der frühere österreichische Nationalspieler in „Bild“.

Sollte es nicht reichen, muss man sich um die Bremer Offensive indes auch keine Sorgen machen. Neben Max Kruse und Yuya Osako, die aktuell gesetzt scheinen, gibt es mit Milot Rashica, Florian Kainz, Johannes Eggestein und Altstar Claudio Pizarro auch ohne Harnik gleich eine Reihe von Bewerbern um den einzigen freien Platz in der Dreier-Offensive.