1. FC Köln: Wird im Winter nachgebessert?

Der 1. FC Köln hat keine gute Woche hinter sich. Zwar wurde am Donnerstagabend ein Testspiel beim belgischen Erstligisten Waasland-Beveren mit einer guten Leistung mit 3:0 gewonnen, doch ansonsten gab es in sportlicher Hinsicht ausschließlich schlechte Nachrichten von den Geißböcken. Dem 1:2 zu Hause gegen den zuvor noch sieglosen MSV Duisburg folgte die Kunde von einem Zehenbruch bei Lasse Sobiech, die den Innenverteidiger aktuell zu einer Pause zwingt.

Und am Freitag musste der FC gleich zwei weitere Langzeitausfälle vermelden. Vincent Koziello zog sich beim Test in Belgien eine schwere Schulterverletzung zu und muss eventuell sogar operiert werden. Eine Entscheidung über die Art der Behandlung steht noch aus. Bereits zuvor im Training erlitt Christian Clemens einen Riss des Syndesmosebandes und muss damit wohl bis zur Winterpause aussetzen.

Gerade auf den offensiven Außenbahnen, die ohnehin nicht optimal besetzt scheinen, ergibt sich durch den Ausfall von Clemens ein Engpass, zumal der zuletzt auf rechts aufgebotene Louis Schaub im zentralen Mittelfeld stärker scheint und dort wegen der Verletzung Koziellos auch wieder gebraucht werden dürfte. Rechts offensiv ist nun Marcel Risse die erste Alternative, der allerdings vor seiner Zahn-OP als Rechtsverteidiger gefragt war. Weil Risse Vertreter Matthias Bader nicht überzeugen konnte, ruht nun die Hoffnung auf den nach seiner Verpflichtung im Sommer inzwischen komplett fitten Benno Schmitz, der sich hinten rechts festspielen soll.

Wintertransfers sind denkbar

Links offensiv sind Angreifer Serhou Guirassy und Linksverteidiger Jannes Horn die ersten Optionen. Ob der seit Wochen nur noch auf der Tribüne sitzende Simon Zoller auf den offensiven Außenbahnen nochmal zu einer Alternative wird, bleibt abzuwarten. Findet sich keine funktionierende interne Lösung, was nicht unwahrscheinlich ist, könnte der FC im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden.

Die von Geschäftsführer Alexander Wehrle am Mittwoch im Rahmen der Mitgliederversammlung vorgestellten Zahlen ließen einen Spielraum für Wintertransfers erkennen, die gegebenenfalls auch schon im Vorgriff auf die neue Saison erfolgen könnten. Aktuell besteht in erster Linie Bedarf auf den Flügeln, aber auch ein weiterer Rechtsverteidiger könnte auf die Agenda rücken, sollte nach Bader auch Schmitz die Erwartungen nicht wie erhofft erfüllen können. Auf der anderen Seite sind Zoller und Frederik Sörensen die ersten Kandidaten für einen Abschied in der Winterpause.