TSG 1899 Hoffenheim: Macht Liverpool bei Kerem Demirbay Ernst?

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Nachdem in den letzten Wochen zwar die Leistungen nicht schlecht waren, die Ergebnisse aber enttäuschend und damit auch unbefriedigend ausfielen, hofft die TSG 1899 Hoffenheim nach der Länderspielpause auf einen positiven Neustart. Beim 1. FC Nürnberg erwartet die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann eine angesichts der Heimstärke des Aufsteigers zwar nicht ganz einfache, sicherlich aber auch nicht unlösbare Aufgabe.

Erfreulich aus Sicht von Nagelsmann ist, dass sich die Zahl der Alternativen für die Begegnung am Samstag wieder deutlich erhöhen dürfte, Steven Zuber und Havard Nordtveit sind nach auskurierten Blessuren sogar schon wieder auf Länderspielreise gewesen. Ebenso wie Pavel Kaderabek, der in Diensten der tschechischen Nationalmannschaft zwar von Magen-Darm-Problemen geplagt wurde, in Nürnberg aber voraussichtlich spielen kann. Auch Stefan Posch und Ermin Bicakcic sind wieder einsatzfähig, wohingegen um Leonardo Bittencourt und Florian Grillitsch gebangt werden muss. Während Bittencourt eine Zerrung in der Rippenmuskulatur zu schaffen macht, laboriert Grillitsch an einer Innenbanddehnung im Knie und konnte bisher nicht voll trainieren.

Zuletzt wieder herangearbeitet hat sich dafür Kerem Demirbay, der nach seinen beiden ersten Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison in der Länderspielpause weitere Rückstände aufholen konnte und auf absehbare Zeit wieder eine richtig wichtige Rolle einnehmen dürfte. Dabei muss man sich in Hoffenheim freilich im Klaren darüber sein, dass Demirbays Auftritte auch andernorts genau verfolgt werden.

Ausstiegsklausel bei 28 Millionen Pfund?

Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler ist nicht nur ein Kandidat für die Nationalmannschaft, deren Neuaufbau Bundestrainer Joachim Löw inzwischen mit etwas mehr Nachdruck zu verfolgen scheint, sondern steht auch seit längerem im Fokus anderer Vereine.

Wie das Portal „hitc.com“ berichtet, soll sich der FC Liverpool sogar schon in Gesprächen mit Hoffenheim bezüglich eines Wechsels befinden. Demirbay steht zwar in Hoffenheim noch bis 2022 unter Vertrag, soll aber über eine Ausstiegsklausel verfügen. Demnach wäre laut „Sky UK“ ein Wechsel auch ohne Hoffenheimer Zustimmung möglich, wenn ein anderer Klub eine Ablöse von 28 Millionen Pfund zu zahlen bereit wäre.

Liverpool würde dieser Betrag keine größeren Probleme bereiten. Die Reds werden aber vermutlich erst noch abwarten wollen, wie schnell Demirbay wieder zu alter Form findet und ob es dem Techniker gelingt, über einen längeren Zeitraum hinweg verletzungsfrei zu bleiben. Dann scheint gut möglich, dass das Thema im nächsten Sommer Fahrt aufnimmt. Ein Wechsel im Winter ist hingegen eher unwahrscheinlich.