FC Bayern München: Kommt Anthony Martial schon in der Winterpause?

Dass sich Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic mit ihrer Pressekonferenz am Freitag, die zur Generalabrechnung mit Medien, Experten und generell Kritikern des FC Bayern München geraten ist, einen Gefallen getan haben, darf man schon jetzt getrost verneinen. Sicher ist nach dem von der Öffentlichkeit nicht gänzlich zu Unrecht als skurril bezeichneten Auftreten der Bayern-Verantwortlichen, dass der Druck auf die Mannschaft von Trainer Niko Kovac vor den anstehenden Auswärtsspielen am heutigen Samstag beim VfL Wolfsburg und am Dienstag in der Champions League bei AEK Athen nicht kleiner geworden ist.

Gerade in den nächsten Wochen wird sicherlich noch genauer hingeschaut, wenn die Bayern auf dem Rasen stehen. Bleibt dann eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den vier sieglosen Partien vor der Länderspielpause nicht aus, dürfte die Unruhe weiter wachsen und auch das Wirken der Verantwortlichen zunehmend hinterfragt werden. Denn einer der Kritikpunkte, gegen den sich Hoeneß und Co. wehrten, war die Zusammenstellung des Kaders, der nun beweisen muss, wie von den Bossen erhofft die Klasse zu haben, um nicht nur zum siebten Mal in Folge deutscher Meister zu werden, sondern auch, um international für Furore sorgen zu können.

Nachdem die Bayern im Sommer sehr zurückhaltend waren und neben Rückkehrer Renato Sanches nur Serge Gnabry und Leon Goretzka hinzugeholt haben, gilt indes schon in den nächsten Transferperiode eine größere Investition in neues Personal als wahrscheinlich, zumal Hoeneß schon angedeutet hat, dass Geld für entsprechende Transferaktivitäten vorhanden ist.

Martial lehnt Verlängerung bei Man United ab

Besonders diskutiert wird die Besetzung der offensiven Außenbahnen, auf denen Franck Ribery und Arjen Robben nicht jünger werden und auf absehbare Zeit ersetzt werden müssen. Zusätzlich zu Kingsley Coman und Gnabry wird aller Voraussicht nach spätestens im nächsten Sommer mindestens ein weiterer Hochkaräter für die Flügel kommen.

In diesem Zusammenhang wird schon seit geraumer Zeit immer wieder der Name Anthony Martial gehandelt. Der Franzose, der nicht im erfolgreichen WM-Kader stand, ist bei Manchester United nicht glücklich und soll laut dem Portal „readbundesliga.com“ kürzlich eine Vertragsverlängerung abgelehnt haben. Im Zuge dessen wird spekuliert, dass der FC Bayern schon im Winter einen Versuch unternehmen könnte, um den vielseitig einsetzbaren Offensivspieler nach München zu lotsen. Günstig zu haben wäre der noch bis 2020 an Man United gebundene Angreifer indes sicher nicht.