Borussia Mönchengladbach: Bleibt Jonas Hofmann langfristig?

© von Sascha Brück (Uploaded by the photographer) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Mit dem gestrigen 4:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 und einer erneut über weite Strecken überzeugenden Vorstellung hat Borussia Mönchengladbach den zweiten Platz erobert. Aufgrund der gezeigten Leistungen und dem Schwächeln des FC Bayern München kommen rund um den Borussia-Park sogar leise Träume von der Meisterschaft auf und auch so mancher Experte hat die Borussia in dieser Hinsicht inzwischen auf der Rechnung.

Gladbach macht aktuell auf jeden Fall eine äußerst positive Entwicklung durch, die man sich zwar erhoffen durfte, aber nicht wirklich erwarten konnte. Insbesondere auch deshalb nicht, weil die Rückrunde der vergangenen Saison eine Enttäuschung war und als Folge dessen nicht von ungefähr die lange angedachte Vertragsverlängerung mit Trainer Dieter Hecking über Juni 2019 hinaus erst einmal vertagt wurde.

Mittlerweile gilt aber als sicher, dass sich Hecking und Sportdirektor Max Eberl zeitnah zusammensetzen und eine längere Zusammenarbeit beschließen. Spätestens in der Winterpause, sofern die Fohlen-Elf bis dahin nicht komplett einbricht, ist mit der Verlängerung Heckings zu rechnen.

Dass der Coach vom lange praktizierten 4-4-2 abgerückt ist und mit dem neuen 4-3-3 ein funktionierendes System installiert hat, ist fraglos einer der größten Verdienste Heckings, der im in der neuen Grundordnung offenbar auch die Idealposition für Jonas Hofmann gefunden hat.

Schon sieben Scorer-Punkte in der neuen Saison

Der 26-Jährige, der Anfang 2016 für rund 7,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund verpflichtet wurde, konnte in den letzten Jahren meist als Flügelspieler eingesetzt die Erwartungen nie vollends erfüllen. Im neuen System als Achter startet Hofmann nun aber durch und traf gegen Mainz gleich dreimal. Insgesamt stehen für Hofmann in dieser Saison in sieben Einsätzen nun schon vier Treffer und drei Vorlagen zu Buche. Eine starke Bilanz, die längst auch Bundestrainer Joachim Löw hat aufhorchen lassen.

Unterdessen fühlt sich Hofmann in Mönchengladbach nun so richtig wohl und hat gegenüber dem „Kicker“ verraten, sich einen langfristigen Verbleib gut vorstellen zu können: „Sportlich läuft es sehr gut für mich, und die Perspektive des Klubs ist hervorragend. Der Verein ist ehrgeizig und will seine tolle Entwicklung, wie auch die Investitionen in die Infrastruktur zeigen, in den nächsten Jahren fortsetzen“, so der technisch beschlagene Mittelfeldmann, der aber ohnehin noch einen Vertrag bis 2020 besitzt. Nichtsdestotrotz scheint nicht ausgeschlossen, dass von Vereinseite der Ball aufgenommen und eine baldige Verlängerung angestrebt wird.