FC Bayern München: Nabil Fekir unter Beobachtung

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Mit dem 3:1-Erfolg am Samstag beim VfL Wolfsburg hat der FC Bayern München zumindest in sportlicher Hinsicht für eine Beruhigung der Lage gesorgt, nachdem die mediale Aufmerksamkeit in Folge der aufsehenerregenden Pressekonferenz mit Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic enorm war.

Die Medienschelte der Bosse wird sicherlich noch nachhallen, was für die Mannschaft und Trainer Niko Kovac indes nicht das schlechteste sein muss. Während sich die Öffentlichkeit auf Hoeneß und Co. konzentriert, kann Kovac sein Team einigermaßen in Ruhe auf die anstehende Aufgabe in der Champions League bei AEK Athen am Dienstag vorbereiten. Natürlich sollen dort nach dem mageren 1:1 zu Hause gegen Ajax Amsterdam drei Punkte her und damit auch ein Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht werden.

Unabhängig vom Tagesgeschäft plant man beim FC Bayern derweil hinter den Kulissen wohl schon den Kader der Zukunft, der in den nächsten Transferperioden ein anderes Gesicht erhalten könnte und aller Voraussicht nach mit dem einen oder anderen Hochkaräter verstärkt werden soll. Benötigt wird vor allem Verstärkung auf den offensiven Außenbahnen, werden Arjen Robben und Franck Ribery doch nicht jünger und sind nach jetzigem Stand nur bis zum Ende der Saison gebunden.

Wechsel nach Liverpool geplatzt

Ein Kandidat, dem es zuzutrauen wäre, in die Fußstapfen der beiden langjährigen Superstars zu treten, ist der französische Weltmeister Nabil Fekir von Olympique Lyon, den die Bayern laut „Kicker“ in Person von Chefscout Laurent Busser bereits beobachtet haben.

Allerdings sind die Münchner sicherlich nicht der einzige Verein, der seine Fühler nach dem technisch beschlagenen und torgefährlichen Fekir ausgestreckt hat. Der offensive Mittelfeldspieler, der sowohl auf Außen als auch zentral als Zehner spielen kann, stand bereits im letzten Sommer unmitttelbar vor einem Wechsel zum FC Liverpool, der letztlich aber daran scheiterte, dass sich beide Vereine nicht auf eine Ablöse einigen konnten.

Angesichts eines bis 2020 laufenden Vertrages sitzt Lyon auch im nächsten Sommer am längeren Hebel, besitzt aber keine ganz so gute Verhandlungsposition mehr. Das Interesse vieler Vereine dürfte freilich dazu führen, dass für Fekir dennoch eine Ablöse im Bereich von mindestens 60 Millionen Euro fällig wird.