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1. FC Köln: Interesse am Österreicher Thomas Murg?

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Bitterer als der 1. FC Köln am Mittwochabend kann man kaum aus dem DFB-Pokal ausscheiden. Die Geißböcke führten dank eines Tores von Jhon Cordoba aus der 43. Minute lange mit 1:0, als Serhou Guirassy in der 87. Minute ein Elfmeter verweigert wurde und Schiedsrichter Harm Osmers auf der Gegenseite auf einen zumindest fragwürdigen Strafstoß entschied, als Rafael Czichos der Ball aus kurzer Distanz an den Arm sprang.

Nabil Bentaleb verwandelte und brachte Schalke die Verlängerung, in der der schon verwarnte Mark Uth in der 116. Minute nach einem absichtlichen Handspiel zwingend die gelb-rote Karte hätte sehen müssen. Dass dann der bekennende FC-Fan Uth im Elfmeterschießen den entscheidenden Elfmeter verwandelte und seinen Herzensklubs aus dem Pokal kegelte, machte das Drama aus Kölner Sicht komplett.

„Für uns ist es wahnsinnig bitter, dass wir so ein Spiel verloren haben. Es tut schon weh, weil die Jungs ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Wir waren über weite Phasen des Spiels die klarere Mannschaft, haben aber die ein oder andere Situation nicht gut genug verwertet“, zog FC-Trainer Markus Anfang gegenüber dem geissblog.koeln ein enttäuschtes Fazit, richtete aber auch direkt den Blick auf die nächste Aufgabe, die es am Montag mit dem Absteigerduell beim Hamburger SV auch in sich hat. Dort etwas mitzunehmen, wäre nach nun vier sieglosen Spielen für den FC und auch für Trainer Anfang enorm wichtig, macht sich im Umfeld doch eine gewisse Unruhe breit.

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Murg noch mit Vertrag bis 2022

Das Pokal-Aus war freilich nicht nur ein sportlicher Nackenschlag, sondern auch eine finanzielle Enttäuschung, hätte doch alleine der Einzug ins Achtelfinale weitere 664.000 Euro an TV-Geldern plus Zuschauereinnahmen garantiert. Der FC ist zwar dennoch wirtschaftlich gut aufgestellt, doch zusätzliche Einnahmen hätten den Spielraum für Wintertransfers nochmal erhöht.

Nichtsdestotrotz ist davon auszugehen, dass der FC im Winter tätig wird und mindestens eine Verstärkung für die offensiven Außenbahnen hinzuholt, die nicht erst seit dem Syndesmosebandriss von Christian Clemens zu dünn und vorwiegend mit positionsfremden Spielern besetzt sind. Ein Kandidat soll laut „spox.com“ der 23 Jahre alte Österreicher Thomas Murg von Rapid Wien sein, nach dem sich die Kölner Verantwortlichen bereits im letzten Sommer erkundigt haben, als Louis Schaub aus Wien verpflichtet wurde. Murg besitzt bei Rapid allerdings noch einen Vertrag bis 2022 und wäre sicherlich kein günstiger Transfer.

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Noch zwei neue Offensivkräfte für den HSV?

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Hält weiter Ausschau nach Verstärkung: HSV-Sportvorstand Jonas Boldt. © imago images / Oliver Ruhnke

Neun Neuzugänge hat der Hamburger SV in diesem Sommer bisher an Land gezogen und wird in zwei Wochen voraussichtlich mit einer deutlich veränderten Anfangsformation in die neue Saison starten. Viele der Neuen haben gute Chancen, einen Stammplatz zu erobern, während die aus der enttäuschenden Vorsaison verbliebenen Akteure überwiegend zulegen müssen.

Auch deshalb, weil noch weitere Konkurrenz droht. Denn der HSV ist mit seinen Kaderplanungen noch nicht durch. Vielmehr halten die neuen Verantwortlichen um Trainer Dieter Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt weiter Ausschau nach Verstärkung. Nach Informationen der Bild sollen sogar noch drei weitere Neue kommen. Voraussetzung dafür freilich ist, dass auch noch Spieler den Verein verlassen. Kandidaten sind weiterhin Torwart Julian Pollersbeck, Ex-Kapitän Gotoku Sakai oder Matti Steinmann.

Rick van Drongelen, dem der HSV bei einer passenden Ablöse auch keine Steine in den Weg gelegt hätte, will hingegen bleiben. Der unter anderem vom FC Augsburg und von der PSV Eindhoven umworbene Niederländer hat in der Innenverteidigung mit Ewerton zwar neue Konkurrenz, aber dennoch gute Chancen auf einen Stammplatz. Weil mit Kyriakos Papadopoulos, David Bates und Gideon Jung weitere Optionen für das Abwehrzentrum zur Auswahl stehen, hat die Suche nach einem weiteren Innenverteidiger aktuell keine Priorität.

Ein Stürmer und ein Flügelspieler sollen noch kommen

Ganz oben auf der Agenda steht deshalb Verstärkung für die Offensive. Laut „Bild“ plant der HSV noch einen Mittelstürmer und einen Flügelspieler hinzuholen. Im Sturmzentrum ist aktuell Lukas Hinterseer die einzige verlässliche Größe. Bobby Wood bleibt trotz positiver Ansätze in der Vorbereitung eine Wundertüte. Und Youngster Manuel Wintzheimer muss erst noch nachweisen, dauerhaft in der 2. Liga eine gute Rolle spielen zu können.

Auf Außen sind unterdessen Bakery Jatta und Khaled Narey feste Größen, die aber auch um ihre Plätze bangen müssen. Nicht zuletzt dank Jairo Samperio, der sich nach langer Verletzungspause auf einem guten Weg befindet. Neuzugang Sonny Kittel hat beim FC Ingolstadt auch desöfteren auf links agiert. Die Zukunft von Tatsuya Ito hingegen ist fraglich. Möglich, dass sich der Japaner bis Transferschluss am 2. September noch verabschiedet. Insbesondere dann, wenn noch ein weiterer Konkurrent hinzukommen sollte.

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