1. FC Köln: Es wird zunehmend unruhig – Armin Veh übt Kritik

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Trotz der unglücklichen Niederlage nach Elfmeterschießen war der Auftritt im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 ein Mutmacher für den 1. FC Köln. Von einem gewachsenen Selbstvertrauen war freilich am Montagabend nichts zu sehen, als die Geißböcke das Top-Spiel der 2. Bundesliga mit einer ganz schwachen Leistung bei einem auch nicht überzeugenden Hamburger SV mit 0:1 verloren.

Der FC hat damit nicht nur die Tabellenführung verloren und ist auf Rang drei abgerutscht, sondern steckt endgültig in einer Krise. Nach dem 1:2 gegen den MSV Duisburg, den Unentschieden bei Holstein Kiel und gegen den 1. FC Heidenheim (jeweils 1:1) sowie den Pleiten gegen Schalke und in Hamburg ist der 1. FC Köln seit fünf Partien sieglos. Deutlich zu spüren ist schon seit längerem eine wachsende Unruhe im Umfeld, die aufgrund der gezeigten Leistungen aber auch nachvollziehbar ist.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, wie sich Geschäftsführer Armin Veh nach Spielende in der Mixed-Zone äußerte. Der erfahrene Fußball-Lehrer ließ kein gutes Haar am Auftritt der Mannschaft im Volksparkstadion: „Das war ein miserables Spiel von uns. Ich will auch nicht mehr hören, dass der Druck zu groß ist, weil das geht mir jetzt langsam auf den Keks. Denn trotz Drucks kann man eine andere Leistung bringen, und die war nach einer Viertelstunde vorbei. Das war eine Nicht-Leistung heute, was mir natürlich sehr missfällt – drücken wir es mal so aus.“

Spiel gegen Dresden mit enormer Bedeutung

Immer mehr in den Blickpunkt rückt auch Trainer Markus Anfang, der sich bei „Sky“ noch zuversichtlich zeigte: „Da kommen wir auch wieder raus, davon bin ich überzeugt“, so Anfang, der allerdings die eine oder andere Aussage von Veh auch auf seine Arbeit beziehen musste. Veh bemängelte im Vergleich zum HSV eine fehlende Entschlossenheit, ein kaum vorhandenes, durchdachtes Offensivspiel und letztlich auch, dass die Kölner Spieler achteinhalb Kilometer weniger gelaufen sind als die HSV-Akteure.

Diese Statistik wollte Veh zwar nicht überbewerten, kann aber durchaus auch so gewertet werden, dass der letzte Wille fehlte. Klar ist nun, dass die Begegnung am Samstag zu Hause gegen Dynamo Dresden enorme Bedeutung besitzt. Vor der Länderspielpause muss der FC die Kurve bekommen, um zunehmende Unruhe zu vermeiden. Und zugleich muss die bisher alles andere als gute Heimbilanz von nur acht Punkten aus sechs Spielen aufpoliert werden.