VfB Stuttgart: Nachbesserungen im Winter möglich – Reschke schließt Rücktritt weiter aus

Nach drei Niederlagen seit dem Trainerwechsel von Tayfun Korkut zu Markus Weinzierl mit erschreckenden 0:11-Toren steht der VfB Stuttgart am Wochenende beim 1. FC Nürnberg vor einer extrem wichtigen Partie. Bei den Franken, die einer der Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt sind, ist verlieren auf jeden Fall verboten. Denn mit einer Pleite in Nürnberg würde der Club schon auf acht Punkte davonziehen und für den VfB wäre ein langer Aufenthalt im Tabellenkeller garantiert.

Darauf freilich muss man sich mit Blick auf die Leistungen in den letzten Wochen ohnehin einstellen, gibt es derzeit doch wenig Mutmacher. Ein Ziel ist es nun sicherlich, bis zur Winterpause noch einigermaßen ordentlich zu punkten, um sich dann neu aufzustellen. Wie Sportvorstand Michael Reschke nun in der „Bild“ andeutete, ist dann auch an Nachbesserungen auf dem Transfermarkt gedacht, wenngleich derzeit noch nichts spruchreif ist: „Diese Überlegungen gibt es. Wir sondieren ja ständig den Markt und werden uns nach dem letzten Vorrundenspiel zusammensetzen, um zu entscheiden, ob wir etwas tun oder nicht.“

Grundsätzlich ist Reschke aber auch noch davon überzeugt, dass die bisher aus unterschiedlichen Gründen noch nicht zu Verstärkungen avancierten Neuzugänge Daniel Didavi, Borna Sosa, Marc-Oliver Kempf, Pablo Maffeo, Nicolas Gonzalez und Gonzalo Castro noch einschlagen werden. Letzteres wäre auch für Reschkes persönliches Standing nicht unwichtig.

Klinsmann ist für Reschke kein Thema

Denn der 61-Jährige ist in den letzten Wochen mehr und mehr in die Kritik gerückt. Besonders pikant waren sicherlich Aussagen von Weltmeister und Aufsichtsratsmitglied Guido Buchwald, in der Reschke aber nicht das allgemeine Stimmungsbild im Verein widergespiegelt sieht: „Ich spüre im gesamten Klub und seinem Umfeld tiefes Vertrauen. Von einer Ausnahme im Aufsichtsrat abgesehen, die ja bekannt ist. Aber diese Kritik muss man hinnehmen.“

Auch deshalb denkt Reschke weiterhin nicht daran, aus eigenem Antrieb die Brocken hinzuwerfen. Mit den kursierenden Spekulationen um seine Ablösung und eine Installation von Jürgen Klinsmann als starkem Mann im sportlichen Bereich will sich Reschke auch nicht näher auseinandersetzen: „Meine persönliche Situation spielt da keine Rolle. Es geht nur um den VfB. Dass in unserer Lage in alle Richtungen spekuliert wird, ist normal. Das Thema Klinsmann beschäftigt mich nicht.“

Siegt der VfB in Nürnberg, dürfte es in dieser Hinsicht auch etwas ruhiger werden. Im Falle einer erneuten Pleite droht hingegen eine sehr ungemütliche Länderspielpause.