VfL Wolfsburg: Sorgen um Daniel Ginczek – Hadern mit der Chancenverwertung

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Der Start in den elften Spieltag ist dem VfL Wolfsburg komplett missglückt. Im Nachbarschaftsduell bei Hannover 96 verloren die Wölfe am Freitagabend mit 1:2 und drohen nun bis Sonntagabend in der Tabelle nahe an die Abstiegszone abzurutschen. Auf Hannover und damit auf Relegationsplatz 16 hat der VfL zwar noch drei Punkte Vorsprung, doch die Chance, sich abzusetzen und sich zumindest vorsichtig nach oben orientieren zu können, hat die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia liegengelassen. Und das relativ leichtfertig, wären die Chancen für drei Zähler doch definitiv vorhanden gewesen.

„Es ist sehr einfach: Mehr Torchancen kann man nicht haben in einem Spiel. Das ist der Grund, warum wir verloren haben. Wir haben einfache Fehler gemacht. Es ist Wahnsinn, dass wir heute als Verlierer hier stehen. Das ist schwierig zu verdauen“, war Coach Labbadia nach Spielschluss merklich enttäuscht davon, dass der erhoffte Schritt in die obere Tabellenhälfte nicht gelungen ist.

Weil nach der Länderspielpause gegen RB Leipzig, bei Eintracht Frankfurt und gegen die TSG 1899 Hoffenheim drei alles andere als einfache Aufgaben warten, droht den Wölfen abermals eine schwierige Saison im gefährdeten Bereich, wo man sich nach den beiden Relegationsteilnahmen in den letzten zwei Jahren eigentlich nicht mehr aufhalten wollte.

Innenbandverletzung bei Ginczek?

Als wäre die unnötige Niederlage in Hannover nicht schon bitter genug gewesen, hat der VfL wohl auch noch Daniel Ginczek für längere Zeit verloren. Der Angreifer, der sich in seiner Karriere schon zweimal das Kreuzband gerissen und einen Bandscheibenvorfall erlitten hat, zog sich mutmaßlich wieder eine schwere Knieverletzung zu.

Bei einem Torabschluss in der 38. Minute verspürte der 27-Jährige laut seiner eigenen Aussage gegenüber dem „Kicker“ einen Schmerz, der sich „wie ein Messerstich“ angefühlt habe. Zur Pause wurde Ginczek dann ausgewechselt und zeigte sich nach Spielschluss wenig optimistisch. „Kaputt ist bestimmt etwas“, so der ehemalige Stuttgarter, der allerdings keinen erneuten Kreuzbandriss vermutet, sondern eher an eine Verletzung des Innenbandes glaubt. Doch auch damit wäre wohl eine Zwangspause von mehreren Wochen, tendenziell sogar eher mehreren Monaten nötig. Eine genaue Diagnose soll es in den kommenden Tagen geben, wenn weitere Untersuchungen vorgenommen wurden.