1. FC Köln: Kommt im Winter noch weitere Verstärkung? – Veh und Anfang offenbar uneinig

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Mit der am vorvergangenen Samstag erfolgten Verpflichtung von Anthony Modeste hat der 1. FC Köln für einen Coup gesorgt, der allerdings nach wie vor erst noch komplettiert werden muss. Denn der Franzose trainiert zwar seit einer Woche mit seinen alten und neuen Kollegen, wartet aber nach wie vor auf seine Spielgenehmigung.

In Köln hat man die Hoffnung, dass die FIFA in dieser Woche grünes Licht geben wird, sodass Modeste am Samstag im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth schon eine Option wäre. Allerdings dürfte der 30-Jährige kein Thema für die Startelf sein. Zum einen hat Modeste noch Rückstand und muss sich erst wieder an das höhere Tempo gewöhnen und zum anderen funktionierte das Duo Simon Terodde und Jhon Cordoba im Kölner Angriff zuletzt hervorragend. Seitdem die beiden als Doppelspitze auflaufen, gelangen dem FC in zwei Spielen elf Tore – vier durch Terodde und drei durch Cordoba.

Daher war die Verpflichtung von Modeste nicht unbedingt nötig, wenngleich es natürlich mehr als nachvollziehbar ist, dass der FC seinen einstigen Torjäger zu den offenbar sehr günstigen Konditionen zurückgeholt hat. Dennoch belastet der Angreifer das Budget natürlich zusätzlich, was offenbar auch Einfluss auf die winterlichen Transferaktivitäten hat.

Anfang wünscht sich noch Verstärkung

„Wenn ich als Trainer einen Modeste bekommen hätte, dann hätte ich zu meiner Frau gesagt: Ich brauche zu Weihnachten nichts anderes mehr“, deutete Geschäftsführer Armin Veh am Wochenende an, dass es keine weiteren Neuzugänge in der Winterpause geben wird.

Trainer Markus Anfang freilich sieht die Lage etwas anders und bezog sich in einem Statement im „Express“ auf frühere Aussagen von Veh, der die Verpflichtung eines Spielers für die linke Außenbahn angedeutet hatte. „Dieser Kader braucht definitiv noch Verstärkungen. Armin Veh hat ja schon gesagt, dass wir noch Spieler brauchen, um mehr Möglichkeiten zu haben. Wir werden nicht in Aktionismus verfallen, aber wer seinen Kader nicht weiterentwickelt, der stagniert.“

Bleibt abzuwarten, worauf sich die Kölner Verantwortlichen letztlich einigen. Klar scheint aber, dass nur dann weitere Verstärkungen möglich sind, wenn auch Spieler abgeben werden. Dafür gibt es mit den Angreifern Simon Zoller und Serhou Guirassy sowie Innenverteidiger Frederik Sörensen mehrere Kandidaten.