Borussia Mönchengladbach: Werden die Themen Andreas Christensen und Reece Oxford heiß?

© von Sascha Brück (Uploaded by the photographer) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

In die Freude über den 4:1-Sieg gegen Hannover 96 und die Rückkehr auf den zweiten Tabellenplatz mischte sich bei Borussia Mönchengladbach am Sonntag auch ein Wermutstropfen. Schon während des Spiels war zu befürchten, dass es Matthias Ginter nach dem schlimmen Zusammenprall mit Hannovers Noah Sarenren-Bazee schwerer erwischt hat und tags darauf folgte denn auch die Diagnose.

Wegen eines Bruches der Augenhöhle und des Kiefers droht dem Nationalspieler wohl eine längere Zwangspause. Ein Comeback noch vor Weihnachten gilt als praktisch ausgeschlossen und ob Ginter in der Vorbereitung auf die Rückrunde ab Anfang Januar schon uneingeschränkt mitmischen kann, erscheint auch fraglich.

Die Operation am Dienstag ist zwar gut verlaufen und Ginter will offenbar schon in zwei Wochen wieder mit leichtem Lauftraining beginnen, doch nicht ausgeschlossen ist, dass der 24-Jährige bis Februar nicht zur Verfügung steht. Mit dem gegen Hannover eingewechselten Tony Jantschke steht zwar ein erfahrener Ersatz parat, aber dennoch wäre die Borussia in der Innenverteidigung wochenlang nur sehr dünn besetzt, zumal auch der erneut verletzte Mamadou Doucoure für längere Zeit keine Option ist.

Oxford und Christensen bei ihren Klubs nicht gefragt

Viel darf nun nicht mehr passieren ohne dass Trainer Dieter Hecking in der letzten Reihe improvisieren muss. Um nicht das Risiko einzugehen, die Innenverteidigung mit Sechser Tobias Strobl der einem Nachwuchsspieler besetzen zu müssen, hält die Borussia wohl Ausschau nach einem weiteren zentralen Abwehrspieler, auf dessen Verpflichtung im Sommer nach dem Abgang von Jannik Vestergaard zum FC Southampton wegen der Versetzung von Nico Elvedi in die Mitte noch verzichtet worden war.

Schon damals galt eine Rückkehr von Reece Oxford, der vergangene Saison von West Ham United ausgeliehen war, als eine Option. Allerdings riefen die Hammers dem Vernehmen nach eine Ablöse im Bereich von 20 Millionen Euro auf, die die Borussia weder zu zahlen gewillt noch imstande war. Zum 19 Jahre alten Engländer, der bei West Ham kaum zum Zug kommt, haben die Gladbacher Verantwortlichen aber Kontakt gehalten und könnten im Winter einen neuen Vorstoß unternehmen.

Das gilt auch für Andreas Christensen, der zwischen 2015 und 2017 als Leihspieler des FC Chelsea zu einem überragenden Bundesliga-Verteidiger avancierte. Bei Chelsea läuft es für den Dänen unter dem neuen Trainer Maurizio Sarri nun aber nicht mehr rund, sodass ein Leihgeschäft im Bereich des Möglichen scheint.