Borussia Mönchengladbach: Wintertransfers nicht zwingend

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Weil auch Eintracht Frankfurt gegen den VfL Wolfsburg (1:2) verloren hat, steht Borussia Mönchengladbach auch nach 13 Spieltagen auf dem zweiten Platz der Bundesliga. Bei RB Leipzig kassierte die Fohlen-Elf am gestrigen Sonntag allerdings eine 0:2-Niederlage, die deutlich machte, dass die Bäume noch nicht in den Himmel wachsen.

Zwar lieferte die Borussia eine durchaus ordentliche Leistung ab, kassierte aber zum wiederholten Male ein frühes Gegentor und schaffte es gegen eine starke Leipziger Defensive anders als zuletzt beim 4:1 gegen Hannover 96 nicht, zurückzukommen. “ Ich kann mir auch nicht erklären, warum wir im Moment immer frühe Gegentore kassieren. Erschwerend kam hinzu, dass RB im Moment sehr gut verteidigt. Jetzt schütteln wir uns, und nächste Woche geht es weiter“, richtete Trainer Dieter Hecking in seinem offiziellen Kommentar zum Spiel den Blick aber direkt auch nach vorne.

Gegen den VfB Stuttgart und gegen den 1. FC Nürnberg stehen vor Weihnachten noch zwei Heimspiele auf dem Programm, die nicht zuletzt wegen der ausgeprägten Heimstärke der Borussia einige Punkte aufs Konto bringen sollten. Dazwischen wartet mit dem Gastspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim allerdings eine knifflige Aufgabe gegen eine mutmaßlichen direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze, vielleicht auch um die Champions League.

Oxford und Christensen zu teuer?

Unterdessen macht man sich in Mönchengladbach auch Gedanken um mögliche Transferaktivitäten in der Winterpause, wobei aufgrund der schweren Gesichtsverletzung von Matthias Ginter ( Fraktur der Augenhöhle und des Kiefers) vor allem über die Defensive spekuliert wird. „Ich gehe davon aus, dass uns Ginter spätestens im Januar wieder zur Verfügung steht, deswegen gibt es keine zwingende Notwendigkeit, im Winter nachzulegen“, betonte Coach Hecking nun aber im „Kicker“, dass aus seiner Sicht Nachverpflichtungen nicht zwingend sind.

Wohl auch deshalb, weil die Verpflichtung entsprechender Qualität richtig viel Geld kosten würde. So dürfte West Ham United kaum deutlich von seiner Forderung aus dem Sommer im Bereich von 20 Millionen Euro für Reece Oxford abrücken. Und bei Andreas Christensen, dessen Rückkehr immer wieder thematisiert wird, ist eine feste Verpflichtung vom FC Chelsea ohnehin nicht realistisch. Sollte sich der Heilungsverlauf bei Ginter verzögern oder es zu weiteren Ausfällen kommen, ist aber wohl nicht ausgeschlossen, dass die Borussia bei den Blues wegen einer erneuten Ausleihe des dänischen Innenverteidigers nachfragt.