FC Schalke 04: Wird im Winter nachgebessert? – Sportlicher Berater im Gespräch

Mit anderen Ergebnissen am gestrigen Sonntag hätte sich die Lage für den FC Schalke 04 in der Tabelle noch weiter zuspitzen können. Weil Hannover 96 beim 1. FSV Mainz 05 nicht über ein 1:1 hinauskam und der VfB Stuttgart bei Borussia Mönchengladbach mit 0:3 verlor, bleibt Schalke trotz der eigenen Pleite im Derby gegen Borussia Dortmund zumindest drei Punkte vor dem Relegationsplatz und vier Zähler vor dem ersten Abstiegsrang.

Zufrieden sein kann man damit in Gelsenkirchen aber natürlich nicht. Insbesondere nicht in Erinnerung an die vergangene Saison, die mit der Vize-Meisterschaft abgeschlossen wurde und Träume von einer rosigen Zukunft weckte.  Der Status quo ist nun trotz des schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen Lokomotive Moskau geschafften Einzugs ins Achtelfinale der Champions League aber ein anderer, der eine Aufarbeitung der vergangenen Monate unabdinglich macht.

Auf der obersten Etage scheint der Negativtrend der jüngeren Vergangenheit bereits gewisse Zweifel an Manager Christian Heidel geweckt zu haben, der in der Tat bei den sommerlichen Transferaktivitäten nach jetzigem Stand kein allzu glückliches Händchen hatte. Nach Informationen der „Bild“ denken Klubboss Clemens Tönnies und der Aufsichtsrat daran, Heidel einen Fußballexperten zur Seite zu stellen, der vor allem auch in Transferfragen seine Expertise einbringen soll. Ob ein externer Berater nach dem Vorbild von Matthias Sammer bei Borussia Dortmund gesucht wird oder ein Kaderplaner festangestellt werden soll, ist aber noch offen.

Hoffnung auf die Rückkehrer

Bis auf Weiteres obliegen diese Aufgaben weiterhin Heidel, der trotz der enttäuschenden Hinrunde keinen unbedingten Handlungsdruck in Sachen Wintertransfers sieht und im „Kicker“ auch darauf verweist, dass aktuell schmerzlich vermisste Spieler wie Breel Embolo und Mark Uth im neuen Jahr wieder mitmischen sollen. „Wir sind uns sicher, dass die personelle Situation ab Januar wieder eine andere ist.“

Gleichwohl scheint es durchaus sinnvoll, sich über die eine oder andere Verstärkung Gedanken zu machen. Nicht zuletzt im Offensivbereich, denn auch mit Embolo und Uth strahlte Schalke zu wenig Torgefahr aus. Kandidaten, die dafür Platz im Kader machen könnten, gibt es mit Johannes Geis, Franco di Santo und auch Yevhen Konoplyanka gleich mehrere. Ob sich im Winter Abnehmer finden, ist allerdings eine andere Frage.