VfB Stuttgart: Drei Routiniers mit ungewisser Zukunft – Pavard fällt aus

Lange sah es danach aus, als könnte der VfB Stuttgart am Sonntagabend bei Borussia Mönchengladbach etwas mitnehmen, ehe es am Ende doch noch eine herbe 0:3-Niederlage wurde. Doch mit der Pleite an sich war es in Sachen schlechter Nachrichten noch nicht getan. Stattdessen verloren die Schwaben auch noch mehrere Spieler.

Während Dennis Aogo schon nach 25 Minuten und Andreas Beck in der Pause ausgewechselt werden mussten, kassierte Erik Thommy in der Schlussphase noch eine gelb-rote Karte. Und schließlich verletzte sich Benjamin Pavard schon vor seinem unglücklichen Eigentor zum 0:3 und musste vom Platz, als das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war. In doppelter Unterzahl konnte der VfB zwar weitere Gegentore vermeiden, muss nun aber in der enorm wichtigen englischen Woche vor Weihnachten mit Spielen gegen Hertha BSC, beim VfL Wolfsburg und gegen den FC Schalke 04 aller Voraussicht nach auf den französischen Weltmeister verzichten. Wie schon kurz nach Spielschluss feststand, erlitt Pavard einen Muskelfaserriss im Oberschenkel.

Während das Jahr 2018 für Pavard damit voraussichtlich gelaufen ist, besteht bei den angeschlagenen Beck und Aogo Hoffnung. Die beiden 31 Jahre alten Routiniers dürften darauf hoffen, die verbleibenden Spiele vor Weihnachten auch noch zur Eigenwerbung nutzen zu können. Denn wie auch Christian Gentner, der sogar schon 33 ist, besitzen auch Beck und Aogo nur noch Verträge bis zum Ende der Saison.

Umbruch nur im Abstiegsfall?

Nach Informationen des „Kicker“ denkt das Trio trotz des fortgeschrittenen Alters nicht an ein Karriereende schon nach dieser Saison. Ob es für Aogo, Beck und Gentner aber in Stuttgart weiter geht, ist derzeit auch noch fraglich. Noch hat man sich beim VfB nicht entschieden, ob es mit den drei erfahrenen Kräften über diesen Sommer hinaus weitergeht.

Einiges dürfte sicherlich davon abhängen, wie sich die Akteure in den kommenden Wochen und Monaten präsentieren, aber natürlich spielt die Gesamtentwicklung des Vereins eine noch wesentlichere Rolle. Sollte es wirklich erneut in die 2. Bundesliga gehen, würde sich dort noch eher die Gelegenheit zu einem Umbruch bieten. In der Bundesliga könnte dagegen weiterhin die Routinie gefragt sein, zumal die vielen jungen Spieler im Kader bisher noch nicht den Beweis erbracht haben, über einen längeren Zeitraum hinweg gute Leistungen bringen zu können.