Fortuna Düsseldorf: Gelingt ein Coup mit Dawid Kownacki?

von Jörg Wiegels, Düsseldorf [GFDL oder CC BY 3.0], vom Wikimedia Commons

Bei Fortuna Düsseldorf will man nicht den Fehler machen, es nach dem überragenden Schlussspurt vor Weihnachten mit drei Siegen innerhalb einer Woche im neuen Jahr ruhiger angehen zu lassen. Stattdessen arbeitet Trainer Friedhelm Funkel mit seiner Mannschaft in der Vorbereitung auf die Rückrunde gewohnt intensiv und bastelt in Absprache mit dem neuen Sportvorstand Lutz Pfannenstiel auch daran, den Kader weiter zu verstärken.

In den letzten Tagen wurden vor allem der tunesische Nationalspieler Oussama Haddadi vom französischen Erstligisten FCO Dijon und Jeffrey Bruma vom VfL Wolfsburg heiß gehandelt. Der Linksverteidiger und der Innenverteidiger könnten zwar durchaus ins Raster passen, doch gegenüber der „Rheinischen Post“ wollte sich Pfannenstiel nicht näher zu den beiden Akteuren äußern: „Das sind Gerüchte, die in einer Transferphase immer wieder aufkommen. Wir möchten das gar nicht weiter kommentieren – da ist viel Spekulation dabei. Es bleibt dabei, dass wir niemanden holen, nur um den Kader zu erweitern. Ein neuer Spieler muss uns wirklich helfen können.“

Gut möglich, dass die Fortuna in diesem Zusammenhang wieder auf Leihgeschäfte setzt, die in jüngerer Vergangenheit erfolgreich praktiziert wurden. Ein Kandidat für eine Ausleihe könnte der polnische Nationalspieler Dawid Kownacki von Sampdoria Genua sein. Zumindest soll sich die Fortuna laut dem italienischen Transferexperten Gianluca Di Marzio in entsprechenden Gesprächen befinden.

Kownacki aktuell nur Joker

Der 21 Jahre alte Kownacki gilt als großes Talent und potentieller Nachfolger von Robert Lewandowski im Sturm der polnischen Nationalmannschaft, wenngleich ihm in dieser Hinsicht zuletzt Krzysztof Piatek (CFC Genua 1893) ein wenig den Rang abgelaufen hat. Auch deshalb, weil Kownacki bei Sampdoria meist nur als Joker zum Zug kommt, wenn überhaupt. In der laufenden Saison der Serie A bringt es Kownacki lediglich auf 150 Einsatzminuten, verteilt auf zwölf Einwechslungen. Dabei gelangen dem 1,86 Meter großen Angreifer ein Tor und eine Vorlage. Lediglich in der Coppa Italia durfte Kownacki zweimal von Beginn an ran und erzielte einen Treffer.

Grundsätzlich ist man bei Sampdoria aber vom Sturmtalent, das 2017 für vier Millionen Euro von Lech Posen verpflichtet wurde, weiter überzeugt. Daher wäre mehr als eine Ausleihe für die Fortuna und auch andere Klubs nicht möglich – ohne eine Kaufoption.