Hannover 96: Bryan Dabo für das Mittelfeld im Blick

© von Tim Rademacher (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

In den vergangenen Tagen sorgten einige Äußerungen von Andre Breitenreiter für reichlich Aufsehen rund um Hannover 96. Der Trainer hatte offen erklärt, sich weitere Verstärkungen zu wünschen und überdies durchklingen lassen, schon mit den Möglichkeiten auf dem Sommertransfermarkt nicht zufrieden gewesen zu sein.

Die Replik von Klubboss Martin Kind ließ freilich nicht lange auf sich warten und nahm sowohl Breitenreiter als auch Manager Horst Heldt in Sachen Kaderplanung in die Pflicht. Insbesondere Heldt war anschließend bemüht, die Wogen zu glätten und verriet im „Kicker“, dass durchaus die Möglichkeit besteht, nach den beiden Leihspielern Kevin Akpoguma (TSG 1899 Hoffenheim) und Nicolai Müller (Eintracht Frankfurt) noch weitere Verstärkungen für den Abstiegskampf der Rückrunde an Land ziehen zu können.

„Grundsätzlich sind wir im engen Austausch mit unserem Präsidenten. Natürlich ist es richtig, zu sagen, wo aus Sicht des Trainers Handlungsbedarf besteht. Fakt ist aber auch: Wir sind ein Verein, der begrenzte Möglichkeiten hat. Das, was wir jetzt in die beiden Spieler investiert haben, ist Privatgeld von Martin Kind“, verwies Heldt zwar auf das eingeschränkte Transferbudget, ließ aber auch durchklingen, dass noch Reserven vorhanden sind: „Wir haben jetzt noch den ganzen Januar Zeit. Ideen haben wir, Möglichkeiten haben wir auch.“

Dabo in Florenz meist außen vor

Nachdem der ins Auge gefasste Vincenzo Grifo anstatt nach Hannover von der TSG 1899 Hoffenheim an den SC Freiburg verliehen wurde, liegt der Fokus unverändert auf einer Verstärkung für das Mittelfeld. Neu auf der Liste befindet sich laut übereinstimmenden Berichten des „Kicker“ und der „Neuen Presse“ Bryan Dabo vom AC Florenz. Der 26-Jährige, der in Frankreich geboren ist und im März 2018 dank seiner Wurzeln in der Nationalmannschaft von Burkina Faso debütierte, bringt es in der laufenden Saison der Serie A lediglich auf 73 Einsatzminuten, verteilt auf sieben Spiele.

Angesichts eines bis 2021 laufenden Vertrages scheint eine Ausleihe des zentralen Mittelfeldmannes, für den Florenz vor einem Jahr rund vier Millionen Euro an AS St. Etienne überwiesen hat, zumindest denkbar. Fraglich ist aber, ob der frühere französische Junioren-Nationalspieler zu einem Wechsel in die Bundesliga bereit ist oder im Fall der Fälle nicht einen Verbleib in Italien oder eine Rückkehr nach Frankreich favorisieren würde.