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DFB-Pokal

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Mindestens ein Zweitligist wird das Viertelfinale erreichen

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GER-NED 2:2

Borussia Dortmund mit DFB-Pokalheld Marco Reus (Foto: Jose Breton- Pics Action / Shutterstock.com)

Diese Saison hat es kein Amateurverein bis ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschafft. Vier Zweitligisten und zwölf Erstligisten haben sich bis hierher durchgekämpft. Da Duisburg und Paderborn aufeinandertreffen, wird in jedem Fall auch eine Mannschaft aus der zweiten Bundesliga ins Viertelfinale gelangen. Unterdessen ist  Titelverteidiger Eintracht Frankfurt in Runde eins mit 1:2 am SSV Ulm gescheitert. Übrigens überträgt das Erste dienstags das Spiel Dortmund gegen Bremen und mittwochs die Partie Berlin gegen München. Pay-TV-Sender Sky zeigt alle Spiele.

DFB-Pokal-Achtelfinale – Dienstag, 05.02.2019

HSV-Logo Hamburger SV – 1.FCN 1.FC Nürnberg (18:30 Uhr)

Heidenheim 1.FC Heidenheim – Der Werksklub Bayer 04 Leverkusen (18:30 Uhr)

MSV MSV Duisburg – SCP SC Paderborn (20:45 Uhr )

BVB Borussia Dortmund – SVW Werder Bremen (20:45 Uhr )

DFB-Pokal-Achtelfinale – Mittwoch, 06.02.2019

Kiel Holstein Kiel – FCA FC Augsburg (18:30 Uhr)

RBL RB Leipzig – Wolfsburg VFL Wolfsburg (18:30 Uhr)

Schalke FC Schalke – Düsseldorf Fortuna Düsseldorf (20:45 Uhr )

Hertha Hertha BSC Berlin – FCB Bayern München (20:45 Uhr )

Duisburg, Paderborn, Heidenheim und Kiel noch dabei

Borussia Dortmund ist neben dem FC Bayern einer der verbliebenen Favoriten. Jedoch befindet sich der Bundesliga-Tabellenführer nur aufgrund Marco Reus‘ Elfmetertreffer zum 3:2 nach Verlängerung gegen Union Berlin überhaupt noch im Wettbewerb. Bereits in Runde eins war der Kapitän der Gelb-Schwarzen in der Verlängerung gegen Greuther Fürth zur Stelle. Beide Male kurz vor Abpfiff! Ob es gegen Bremen wieder so eng wird?

Der MSV Duisburg hatte sich in Runde eins mit viel Mühe beim TuS Dassendorf 1:0 durchgesetzt und dann überraschend souverän bei Arminia Bielefeld mit 3:0 gewonnen. Nun stellt sich mit dem SC Paderborn ein weiterer ostwestfälischer Klub in den Weg. Um sich für die Rückrunde im Abstiegskampf besser aufzustellen, wurde von Sportdirektor Ivica Grlic der vereinslose Verteidiger Joseph Baffo verpflichtet. Dieser ist allerdings aus seiner Zeit bei Eintracht Braunschweig ausgerechnet für das Pokalspiel rotgesperrt. Stürmer Havard Nielsen von Fortuna Düsseldorf und Torwart Felix Wiedwald von Eintracht Frankfurt wurden zusätzlich ausgeliehen. Sebastian Neumann und Christian Gartner sind noch lange verletzt und werden daher von Trainer Torsten Lieberknecht noch nicht einsetzbar sein.

Zweitliga-Aufsteiger Paderborn beeindruckte seine Fans mit Platz sieben nach 18 Spieltagen. Im DFB-Pokal wurden der FC Ingolstadt mit 2:1 und Chemie Leipzig mit 3:0 überwunden. Sicherheitshalber hat sich die Mannschaft von Steffen Baumgart mit zwei Stürmern verstärkt. Der lange US-Amerikaner Khiry Shelton kommt von Sporting Kansas City. Er hat es mit seinem Team bis ins MLS-Play-Off-Halbfinale geschafft, wo gegen die Portland Timbers Endstation war. Mohammed Kamara ist ein liberianischer Angreifer, der für das Universitätsteam aus Kalifornien, UCLA Bruins geglänzt hat. Von Los Angeles nach Paderborn – ein spannender Kulturschock.

Auch Zweitligateam Heidenheim ist nach einem 5:2 bei Jeddeloh II und einem 3:0 gegen Sandhausen noch dabei. Frank Schmidts Mannschaft von der Ostalb bekommt es nun mit Leverkusen und dem neuen Trainer Peter Bosz zu tun. Um gegen den großen Favoriten zu bestehen braucht es einen Sahnetag von den Leistungsträgern Nikolas Dovedan, Niklas Dorsch und Mark Schnatterer.

Holstein Kiel mit Coach Tim Walter hofft weiter auf den Verbleib von Offensiv-Allrounder Kingsley Schindler. Starke Leistungen, sechs Tore und sieben Vorlagen in der Hinrunde der Liga und dem Pokal haben das Interesse vieler Klubs erregt. Darunter Köln, Düsseldorf, Nürnberg und Hannover. Für den Fall eines Abgangs ist jedenfalls Franck Evina vom FC Bayern schon mal vorsichtshalber an die Förde ausgeliehen worden. Kiel besiegte in den beiden Pokalrunden 1860 München mit 3:1 und den SC Freiburg mit 2:1. Im Pokal-Achtelfinale gegen Augsburg werden die Störche auf die Verletzten Aaron Seydel und Masaya Okugawa verzichten müssen.

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DFB-Pokal

DFB-Pokal: Heidenheim, Paderborn und der HSV im Viertelfinale

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Kingsley Coman

Kingsley Coman, Torschütze zum Siegtreffer der Bayern (Foto: schwarzdigital.com / Shutterstock.com)

Vor Überraschungen ist man in diesem Wettbewerb nie gefeit. Dieses Jahr hat sich der 1.FC Heidenheim unerwartet gegen den großen Favoriten Bayer Leverkusen durchgesetzt. Bremens Erfolg in Dortmund gelang durch eine mannschaftliche Glanzleistung, bei der die Werderaner bis zuletzt nie aufgaben. Dass Paderborn und der Hamburger SV sich durchgesetzt haben, verwundert dafür weniger. Beide Klubs sind dafür in zu guter Form. Augsburg profitierte währenddessen von der mangelhaften Chancenverwertung der Kieler. Die Störche trafen trotz zahlreicher Gelegenheiten einfach nicht das Tor, sodass der Bundesligist kurz vor Spielende gnadenlos zurückschlug.

DFB-Pokal-Achtelfinale – Ergebnisse vom Dienstag, 05.02.2019

HSV-Logo Hamburger SV1.FCN 1.FC Nürnberg 1:0

Heidenheim 1.FC Heidenheim – Der Werksklub Bayer 04 Leverkusen 2:1

MSV MSV Duisburg – SCP SC Paderborn 1:3

BVB Borussia Dortmund – SVW Werder Bremen 3:3 – 2:4 nach Elfmeterschiessen

DFB-Pokal-Achtelfinale – Ergebnisse vom Mittwoch, 06.02.2019

Kiel Holstein Kiel – FCA FC Augsburg 0:1

RBL RB LeipzigWolfsburg VFL Wolfsburg 1:0

Schalke FC SchalkeDüsseldorf Fortuna Düsseldorf 4:1

Hertha Hertha BSC Berlin – FCB Bayern München 2:3 nach Verlängerung

Der HSV rang nicht unerwartet die momentan verunsicherten Nürnberger mit einem knappen 1:0 nieder. Ohne Jung und Lasogga aufgelaufen, sprangen bei dieser Partie andere in die Bresche. Allen voran Berkay Özcan, derzeit ausgeliehen vom VFB Stuttgart, glänzte nicht nur mit dem Siegtreffer in der 54. Minute. Die gesamte Mannschaft liess erkennen, dass der Spitzenreiter der zweiten Bundesliga sportlich nicht weit vom 1.FC Nürnberg entfernt ist. Die Franken spielten uninspiriert und konnten sich nur auf Torwart Mathenia, den ehemaligen Hamburger, verlassen.

Der Spielverlauf begünstigte den 1.FC Heidenheim gegen Bayer Leverkusen, das muss man zugeben. In der ersten Hälfte gab der Erstligist nämlich noch das bessere Bild ab und ging kurz vor der Pause durch Julian Brandt mit 1:0 in Führung (44.). Die Werkself versäumte es nur mehr Tore zu erzielen. So konnte der Underdog nach der Pause trotz weniger Chancen und Ballbesitz noch zurückkommen. Der Österreicher Nikola Dovedan bestätigte in der 47. Minute seine Topform und erzielte zunächst den Ausgleich. Maurice Multhaup berührte dann in der 72. Minute den Ball nach einer Flanke von Arne Feick so mit dem Fuß, dass er über die Linie rollte. Dabei wurde er noch leicht abgefälscht. Leverkusens Verteidiger Dragovic schoss die Kugel noch weg, aber sie hatte die Torlinie eben schon überquert. Zur Sicherheit versenkte Robert Glatzel außerdem per Nachschuss. Heidenheim wollte den Sieg einfach mehr und überzeugte kämpferisch.

Der MSV Duisburg kann den formstarken Paderbornern momentan nicht das Wasser reichen. Immerhin begann die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet beherzt und erspielte zahlreiche Chancen in Hälfte eins. Erst nach der Pause besorgte Oliveira Soza das 1:0 für den MSV (47.).  Der SC Paderborn zeigte daraufhin sofort seine emminente Torgefahr. Tektepey (52.), Pröger (61.) und Antwi-Adjei (76.) machten die Sache jetzt glasklar für die Ostwestfalen. Da hätten die Zebras zuvor mehr Gelegenheiten in Tore ummünzen müssen.

Der SV Werder Bremen sorgte gegen Borussia Dortmund für den aufregendsten Pokal-Coup. Dabei spielten die Borussen keineswegs schlecht. Im Gegenteil! Nach der frühen Werder-Führung durch Rashica (5.) zogen die Westfalen ihr berüchtigtes Powerplay auf. Die Hanseaten hielten dem jedoch lange stand. Erst Reus‘ direkt reingezwirbelter Freistoss in der Nachspielzeit der ersten Hälfte brachte den Ausgleich (45.+3). In der spannenden zweiten Halbzeit fielen keine weiteren Tore. Aber, in der Verlängerung beeindruckte Bremen nun besonders. Obwohl der BVB zweimal in Führung ging, durch Pulisic (105.) und dann Hakimi (113.), glich Werder jeweils durch den eingewechselten Pizarro (108.) und Harnik (119.) aus.  Eine unfassbare Willensleistung. Im Elfmeterschiessen wurde Bremens Torhüter Jiri Pavlenka zum Helden, als er gleich die ersten beiden Schüsse von Alcacer und Philipp hielt. Auf der anderen Seite konnte der ansonsten ordentlich spielende Goalie Oelschlägel (für die kranken Bürki und Hitz aufgestellt) keinen Schuss parieren.

Holstein Kiel reichte gegen den FC Augsburg unfassbare 15 Torschüsse nicht zu einem Treffer. Die Schwaben agierten vorsichtig und abgeklärt, ohne selbst die tolle Bundesliga-Leistung vom Wochenende zu bestätigen. Aber die Defensive um Torwart Kobel, den Verteidiger Oxford und Rani Khedira davor waren von den Störchen nicht zu überwinden. Kurz vor Abpfiff erbarmte sich der einzig gefährliche Mann auf dem Platz, nämlich Michael Gregoritsch, und erzielte humorlos das 1:0 für die Gäste. Torjäger Finnbogason fehlte übrigens, aber es reichte auch ohne die isländische Tormaschine. Kiel muss sich das Auslassen etlicher Gelegenheiten durch Schindler, Okugawa, Serra und den eingewechselten Lee ankreiden lassen.

Der FC Schalke überraschte gegen Fortuna Düsseldorf mit einigen jungen Spielern von Beginn. Wenn diese dann jedoch so giftig auftreten wie Rabbi Matondo, Ahmed Kutucu oder Weston McKennie, dann kann man schonmal arivierte Kicker wie Rudy, Harit oder Konoplyanka schonen. Kutucu (30.), Salif Sané (48.) und Mark Uth (53.) legten mit 3:0 für die Knappen vor. Düsseldorf hatte genauso viel Ballbesitz, machte daraus aber nicht viel. Allein Rouwen Hennings gelang der Anschluss zum 1:3 (71.). Sané machte kurz vor Schluss den Deckel drauf (87.). Die kurioseste Szene ereignete sich in der 51. Minute, als Sané und Kutucu direkt hintereinander den Pfosten trafen. Am Ende reichte es zu einem verdienten Sieg für den FC Schalke, an einem ansonsten traurigen Tag für Königsblau. Der langjährige Manager des Vereins, Rudi Assauer war an diesem Tag nach langer Krankheit verstorben.

Der FC Bayern München setzte sich nach hartem Kampf in Berlin durch und hofft das Stadion im Mai wiedersehen zu dürfen. Dann ist nämlich DFB-Pokal-Finale. Nach nur drei Minuten erschreckte die Hertha bereits nach schöner Kombination mit Passgeber Salomon Kalou und Torschütze Max Mittelstädt. Das 1:0 für die Heimmanschaft. Fast sofort schlug der deutsche Meister zurück. Der glänzend aufgelegte Serge Gnabry glich aus (7.). Nach der Pause war es erneut Gnabry, der den 2:1-Führungstreffer erzielte (49.).  Der eingewechselte Davy Selke konnte dann einen Abstimmungsfehler zwischen Hummels und Ulreich zum Ausgleich nutzen (67.). In der Verlängerung liess der FCB in einer Szene nochmal richtig die Muskeln spielen. Alaba, Ribéry und Lewandowski bewegten solange den Ball durch den Strafraum, bis Kingsley Coman Zentimeter vor dem Tor mit dem Kopf abschliessen konnte (98.). Der Sieg für den Vize-Pokalsieger geht trotz beherzter Gegenwehr total in Ordnung.

Auslosung zum Viertelfinale am Sonntag

Im Rahmen der Sportschau findet die Auslosung zum Viertelfinale des DFB-Pokals am Sonntag, 20. Februar um 18:30 Uhr in der ARD statt. Da kann es zu packenden Derbys, wie Hamburg gegen Bremen oder Bayern gegen Augsburg kommen. Gespielt wird das Viertelfinale erst am 2. und 3. April. Das Halbfinale ist für den 23. und 24. April terminiert. Wie immer im Berliner Olympiastadion steigt dann das Endspiel der Herren am 25. Mai. Das Finale der Damen ist dieses Jahr am 1. Mai in Köln (17:15 Uhr).

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