1. FC Köln: David Kinsombi doch ein Thema? – Ein neuer Sechser könnte kommen

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Seit Mittwoch weilt der 1. FC Köln im Trainingslager auf Mallorca, wo Trainer Markus Anfang und sein Team weitaus bessere Bedingungen vorfinden als in der Heimat. Optimal läuft die Vorbereitung der Geißböcke auf die verbleibenden 16 Spiele, an deren Ende die Rückkehr in die Bundesliga stehen soll, allerdings dennoch nicht.

Neben Youngster Noah Katterbach, der sich am Dienstag beim 3:1-Sieg im Testspiel gegen den FC Groningen einen Teilriss des Innenbandes im linken Sprunggelenk zugezogen hat, konnten auch Marco Höger (Außenbanddehnung), Matthias Lehmann (Achillessehnenreizung) und Vincent Koziello (Reha nach Innenbandriss) die Reise auf die Ferieninsel nicht mitantreten.

Dass es sich beim letztgenannten Trio um drei Optionen für das zentrale, defensive Mittelfeld handelt, für das im ersten Pflichtspiel am 31. Januar beim 1. FC Union Berlin auch Jonas Hector aufgrund einer Gelbsperre als Alternative wegfällt, bereitet den Kölner Verantwortlichen derzeit Sorgen. Auch deshalb, weil die jungen Salih Özcan und Nikolas Nartey sowie der eher offensiver orientierte Niklas Hauptmann auch keine Ideallösungen sind. Ebenso wenig wie Jorge Mere, der aus dem zuletzt gut funktionierenden Abwehrverbund herausgerissen werden müsste.

Veh deutet Transfer an

So gibt es aktuell beim FC Überlegungen, in der Winterpause einen neuen zentralen Mittelfeldmann hinzuzuholen, der ob des bevorstehenden Karriereendes von Routinier Lehmann für den Sommer ohnehin weit oben auf der Agenda stehen würde. „Die Frage nach Neuen stellt sich immer, weil es ein ständiger Prozess ist. Man weiß nie, was passiert. Wir hätten auch nicht damit gerechnet, dass uns plötzlich drei Sechser ausfallen. Da muss man sich jetzt schon Gedanken machen“, ließ Geschäftsführer Armin Veh im „Express“ durchblicken, dass anders als eigentlich geplant doch Wintertransfers möglich sind.

Während eine vorzeitige Verpflichtung von Offensivmann Kingsley Schindler, dessen ablösefreier Wechsel von Holstein Kiel nach Köln im Sommer dem Vernehmen nach bereits fix sein soll, erst einmal nicht die oberste Priorität genießt, nennen der „Express“ und der „Kölner Stadtanzeiger“ nun nicht zum ersten Mal dessen Kieler Nebenmann David Kinsombi als möglichen Kandidaten.

Klar ist, dass Kinsombi mit seinen Leistungen andernorts Begehrlichkeiten weckt, Kiel seinen Kapitän aber zumindest im Winter auf keinen Fall abgeben will. Ob ein attraktives Angebot an dieser Haltung etwas ändern kann, ist fraglich.