VfB Stuttgart: Holger Badstuber im Winter weg? – Ozan Kabak als potentieller Nachfolger

von Michael Kranewitter (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Mit den Verpflichtungen von Alexander Esswein (Hertha BSC) und Steven Zuber (TSG 1899 Hoffenheim), die beide zunächst bis zum Sommer ausgeliehen wurden, hat sich der VfB Stuttgart bereits in der Offensive verstärkt, wenngleich die Schwaben dem Vernehmen nach noch Ausschau nach einem Angreifer halten sollen. Darüber hinaus sind aber auch noch weitere Veränderungen im Kader denkbar und das in beide Richtungen.

So deutete Sportvorstand Michael Reschke in „Bild“ nun an, dass der VfB auf die Dienste von Holger Badstuber nicht mehr den allergrößten Wert legt. „Für beide Seiten war das vergangene halbe Jahr unbefriedigend. Sollten Holger und sein Berater in der aktuellen Transferzeit auf uns zukommen, werden wir Gesprächsbereitschaft zeigen. Ich habe den Eindruck, dass sich Holger durchaus noch mal eine neue Herausforderung oder ein sogar Abenteuer vorstellen kann.“

Angesichts eines noch zweieinhalb Jahre laufenden Vertrages, den Badstuber im Sommer erst spät unterschrieben hat, nachdem der ehemalige Profi des FC Bayern München längere Zeit mit einem Wechsel ins Ausland geliebäugelt hatte, ist ein kurzfristiger Abschied in der Winterpause allerdings eher unwahrscheinlich. Auch deshalb, weil der 31-Jährige in der Tat ein schwaches Halbjahr hinter sich hat und dabei kaum Eigenwerbung betreiben konnte. Weil sich Badstuber finanziell kaum verschlechtern wird wollen, dürfte es nicht einfach werden, einen Verein zu finden, bei dem alles passt.

Pavard-Millionen für kurzfristige Verstärkungen?

Für den Fall, dass Badstuber den Verein doch noch verlassen sollte, könnte der VfB seinerseits auch noch einen Innenverteidiger verpflichten, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass auch bei einem Verbleib Badstubers Verstärkung für das Abwehrzentrum kommt. Hintergrund ist der schon feststehende Abgang von Benjamin Pavard zum FC Bayern München, der im Sommer rund 35 Millionen Euro Ablöse in die Kasse spült. Geld, dass Stuttgart schon jetzt zumindest teilweise investieren könnte, um den Klassenerhalt wahrscheinlicher zu machen.

Ein Kandidat in diesem Zusammenhang ist offenbar der erst 18-jährige Ozan Kabak von Galatasaray Istanbul, der als eines der Top-Talente seines Landes gilt. Für Kabak soll der VfB bereits ein Angebot über elf Millionen Euro abgegeben haben, sich allerdings in Konkurrenz unter anderem zum AS Rom befinden. Ob der Youngster im Abstiegskampf die richtige Verstärkung wäre, steht freilich auf einem anderen Blatt.