Hamburger SV: Belgische Talente unter Beobachtung?

© von Patrick Kiss (https://www.flickr.com/photos/patkiss/4544769813) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Beim Hamburger SV läuft in diesen Tagen zum einen die Vorbereitung auf die 16 verbleibenden Spiele der Rückrunde auf Hochtouren, an deren Ende der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga stehen soll. Zugleich sind die Verantwortlichen um Sportvorstand Ralf Becker aber auch damit beschäftigt, die Weichen für die längerfristige Zukunft zu stellen und am Kader der nächsten Saison zu basteln.

Dann soll weiterhin Bakery Jatta das HSV-Trikot tragen, der in der Hinrunde eine bemerkenswerte Entwicklung vom Reservisten in der zweiten Mannschaft zum Stammspieler bei den Profis hingelegt und es nach drei Jahren geschafft hat, sein großes Potential einigermaßen regelmäßig auszuschöpfen. Der 20 Jahre alte Gambier soll seinen auslaufenden Vertrag nun verlängern und befindet sich bereits in intensiven Gesprächen, die in eine zeitnahe Unterschrift münden könnten.

Wohl etwas länger dauern wird es bei Pierre-Michel Lasogga, der nach seiner verletzungsbedingten Zwangspause vor Weihnachten in Folge eines Muskelfaserrisses wieder fit ist und in der Rückrunde die Tore zum Aufstieg schießen soll. Ob der Angreifer auch danach für den HSV auf Torejagd gehen wird, ist allerdings offen. Zwar haben auch mit Lasogga schon die Gespräche begonnen, doch auch für den Torjäger wird es keine Ausnahme von der selbstauferlegten Gehaltsobergrenze von zwei Millionen Euro geben. Lasogga, der bislang dem Vernehmen nach rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr verdienen soll, müsste folglich für einen Verbleib in Hamburg deutliche Abstriche hinnehmen.

Vier Talente vom RSC Anderlecht im Blick?

Parallel zu den Gesprächen mit den vorhandenen Profis hält Sportvorstand Becker auch Ausschau nach möglichen Verstärkungen. Gehandelt wurden in diesem Zusammenhang zuletzt Philipp Klement (SC Paderborn) und David Kinsombi (Holstein Kiel), die beide eine herausragende Zweitliga-Saison spielen und damit auch andernorts Begehrlichkeiten geweckt haben. Bei Kinsombi, der sich gerade einen Schienbeinbruch zugezogen hat, wird man aber nicht nur in Hamburg erst einmal die weitere Entwicklung abwarten.

Unterdessen soll der HSV laut der „Morgenpost“ ein besonderes Auge auf den RSC Anderlecht geworfen haben, in dessen Diensten gleich mehrere hochveranlagte Talente stehen. Der 19-jährige Rechtsverteidiger Alexis Saelemaekers und der 17-jährige Offensivmann Yari Verschaeren sowie die beiden Flügelstürmer Jérémy Doku (16) und Francis Amuzu (19) sollen das Hamburger Interesse grundsätzlich geweckt haben.