Werder Bremen: Bangen um Max Kruse – Noch Abgänge bis Transferschluss

Nachdem zuvor schon Florian Kainz (1. FC Köln), Jaroslav Drobny (Fortuna Düsseldorf) und Ole Käuper (Erzgebirge Aue) abgegeben wurden, kann der SV Werder Bremen kurz vor Transferschluss einen weiteren Abgang eines mehr oder weniger ausgemusterten Profis vermelden.

Luca Caldirola, der unter Trainer Florian Kohfeldt de facto keine Rolle mehr spielte, schließt sich dem italienischen Zweitligisten Benevento Calcio an. Zunächst erfolgt der Wechsel des Innenverteidigers ablösefrei, doch haben beide Vereine dem Vernehmen nach erfolgsabhängige Bonuszahlungen vereinbart. Beispielsweise dürfte man sich in Bremen darüber freuen, wenn Benevento mit Caldirola in die Serie A aufsteigen sollte.

Caldirola muss aber nicht der letzte Abgang in dieser Transferperiode bleiben. Vielmehr würde Werder vier weiteren Akteuren keine Steine in den Weg legen, sollte sich ein Abnehmer finden. Dabei handelt es sich um Torhüter Michael Zetterer, der auch nach dem Abgang von Drobny nur die Nummer vier wäre und dessen Hoffnungen auf ein Engagement bei den Würzburger Kickers kürzlich geplatzt sind. Ob Zetterer auf den letzten Drücker noch einen neuen Klub findet, ist allerdings ebenso fraglich wie bei Verteidigertalent Thore Jacobsen. Der 21-Jährige steht schon die gesamte Transferperiode über im Schaufenster, doch bislang hat sich nichts ergeben. Fraglich, ob sich das in den letzten Stunden vor Transferschluss noch ändert. Selbiges gilt für Mittelfeldallrounder Thanos Petsos, der in Bremen auch keine Perspektive hat. Anders als der gerade erst verpflichtete Romano Schmid, für den eigentlich eine Ausleihe, bevorzugt in die niederländische Ehrendivision angedacht war, für den bisher aber kein passender Ausbildungsklub ausgemacht wurde.

Große Konkurrenz bei Max Kruse?

Den Verein bis Transferschluss am Donnerstagabend sicher nicht verlassen wird Max Kruse, dessen Zukunft aber dennoch vieldiskutiert wird. Denn der Vertrag des einstigen Nationalspielers läuft aus, was in Kombination mit Kruses Leistungen wenig überraschend auch andernorts auf Interesse stößt.

So wurde zuletzt gemutmaßt, mit dem FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach und auch Borussia Dortmund könnten die aktuellen Top-Drei der Bundesliga über eine ablösefreie Verpflichtung Kruses nachdenken. Werder freilich wird alles daran setzen, um den erst im Sommer zum Kapitän avancierten Kruse zu halten, wobei die Grün-Weißen mit den genannten Klubs in Sachen sportlicher Perspektive natürlich nicht mithalten könnten. Chancenlos scheint Werder mit seinem Wohlfühlumfeld gleichwohl nicht.