Eintracht Frankfurt: Marco Fabián auf dem Sprung zu Philadelphia Union

Ricardo Quaresma & Marco Fabian

Marco Fabián (rechts) beim Confed Cup 2017 gegen Portugals Ricardo Quaresma (Foto: Alizada Studios / Shutterstock.com)

Vor drei Jahren kam der mexikanische Wirbelwind Marco Fabián von Deportivo Guadalajara für 3,7 Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt. Rasch sammelte der 1,70 Meter kleine Offensiv-Allrounder Symphatien, schoss 8 Tore und gab 7 Vorlagen in insgesamt 50 Spielen. Doch in der laufenden Saison kam er für die Frankfurter kaum noch zum Zug. Nur im Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund und im Supercup gegen Bayern durfte er ran. Für die Europa League wurde er gar nicht erst auf die Nominierungsliste eingetragen. Grund dafür ist auch die veränderte Taktik von Trainer Adi Hütter. Der Österreicher bevorzugt defensivstarke Außenspieler, zum Beispiel Danny da Costa, Jetro Willems oder Filip Kostic. Gegen diese Konkurrenz konnte sich Fabián nicht durchsetzen. Als 42facher Nationalspieler Mexikos zog er unterdessen die Aufmerksamkeit mancher Vereine auf sich, die den gefährlichen Dribbler gut gebrauchen könnten.

Zahlreiche Interessenten neben Philadelphia Philadelphia Union

Neben dem türkischen Traditionsklub Fenerbahce Istanbul soll es laut dem amerikanischen Sportsenderportal „ESPN“ Interesse aus China und den Vereinigten Arabischen Emiraten gegeben haben. Verhandlungen platzten zwar – Wechsel in die noch ruhende Major League Soccer Nordamerikas sind jedoch weiter möglich. Philadelphia Union sucht nach dem Abgang des tschechischen Spielers  Borek Dockal dringend nach Verstärkung für die Offensive. Verdächtig ist, dass mit der ehemaligen Frankfurter Ikone Oka Nikolov als Torwart-Trainer und Sportdirekter Ernst Tanner (ehemals Hoffenheim und 1860 München) zwei Bundesliga-Kenner beim Klub aus Pennsylvania weilen. Haben sie ein Wörtchen bei dem angestrebten Wechsel mitgesprochen? Trainer von Union ist Jim Curtin, der die Mannschaft vergangene Saison in die Play-Offs führte, dort aber direkt am New York City FC mit 1:3 scheiterte. Mit Kacper Przybylko (1.FC Köln, Bielefeld, Fürth, Kaiserslautern) spielt ein ehemaliger Bundesliga-Stürmer bei den „Zolos“. Auch der ehemalige Würzburger Kai Wagner wurde jüngst für die Außenverteidigerposition verpflichtet. Fabián gewann übrigens mit seinem Heimatland 2012 Olympia-Gold und nahm 2014 sowie 2018 an der Weltmeisterschaft teil. Mit der Eintracht gehörte er zum Team, das den DFB-Pokal gegen Bayern München im vergangenen Finale sicherte, allerdings ohne Einsatz im Endspiel. Der Vertrag des Spielers endet im Sommer dieses Jahres. Infolgedessen könnte die Eintracht noch eine kleine Ablösesumme für den 29jährigen einstreichen.