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Europa League

Europa League: Leverkusen in Krasnodar – Frankfurt in Charkiw

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Krasnodar Stadium

Das Stadion von Krasnodar in Russland (Foto: hlopex / Shutterstock.com)

Von wegen russische Kälte. Auch in Krasnodar ist es momentan beinahe frühlingshaft warm. Für Bayer Leverkusen wird es eher sportlich frostig, wenn der abgezockte und physisch starke Gegner ernst macht. FK Krasnodar belegt in der russischen Liga nur einen Punkt hinter Zenit Sankt Petersburg Platz zwei. Momentan ist eigentlich Winterpause in Russland und das nächste Spiel erst die Pokal-Revanche am 24. Februar gegen FK Rostov (Hinspiel 2:2). Trainer Murad Musaev muss seine Jungs kaum aus dem Winterschlaf holen. Der Verein ist an diese Situation gewöhnt und, wie die Vergangenheit zeigt, durchaus zu guten Leistungen im Winter fähig. In der Saison 2016/17 unterlag Krasnodar zwar dem FC Schalke 04 in der Gruppenphase mit 0:1 und 0:2, bezwang dann in der Zwischenphase jedoch Fenerbahce Istanbul. Erst im Achtelfinale war gegen Celta Vigo Endstation. Vergangene Europa-League-Runde scheiterte der Klub bereits in der Quali an Roter Stern Belgrad. Für die kommende Partie gegen die Werkself ist Linksverteidiger Cristian Ramírez aufgrund seiner roten Karte wegen Handspiels gesperrt.

Leverkusen spielt mit Beter Bosz‘ waghalsigem System prächtig auf. Wenn es gut geht, wird ein Gegner wie der FSV Mainz 05 am Wochenende geradezu überrollt (1:5). Die Rheinländer zählen statistisch betrachtet nicht nur zu einem der schnellsten Teams, sondern sind auch das lauffreudigste. Das verwundert wenig, wenn man an die Benders, Bellarabi, Brandt, Bailey, Baumgartlinger, Havertz, Volland, Weiser und Wendell denkt! Das niederländische 4-3-3 beliebt den Protagonisten ganz gut, viel mehr als die Taktik-Ideen von Vorgänger Heiko Herrlich. Können sie dem russischen Gegner physisch etwas entgegensetzen, dann wird sich Bayer in die nächste Runde spielen können. Verzichten muss Bosz auf die Verletzten Joel Pohjanpalo und Panagiotis Retsos.

Voraussichtliche Aufstellung:

FK Krasnodar: Kritsyuk – Petrov, Martynovich, Fjóluson, Stotskiy – Kaboré – Wanderson, Gazinskiy, Pereyra, Claesson – Ari

Bayer Leverkusen: Hradécky – Weiser, Tah, Sven Bender, Wendell – Havertz, Aránguiz, Brandt – Bellarabi, Volland, Bailey

Eintracht spielt in Charkiw statt Donezk

Die prekäre Lage in Donezk, aufgrund des Bürgerkriegs in der Ost-Ukraine, zwingt Schachtjor in Charkiw das Spiel auszurichten. Der Meister und Pokalsieger des Landes belegt wieder souverän Platz eins in der heimischen Liga. Aus der Champions-League-Gruppe F mit Hoffenheim ausgeschieden, hat es Trainer Paulo Fonseca schon wieder mit einem deutschen Gegner in der Europa League zu tun. Von Eintracht Frankfurts „Büffelherde“ will sich das ukrainisch-brasilianische All-Star-Team nicht ins Boxhorn jagen lassen. Zehn ukrainische und zwei brasilianische Nationalspieler verfügen schließlich über haufenweise internationale Erfahrung. Als Gefahrenherde der Spitzenklasse ausgemacht: Kapitän Taison (Vier Tore insgesamt, neun Vorlagen) und Sommer-Neuzugang Júnior Moraes (18 Tore insgesamt, Neun Vorlagen).

Adi Hütter hat seine Frankfurter am Wochenende ein wenig geschont und war mit dem 0:0 in der Bundesliga zufrieden. Nun gilt der Fokus dem vermeintlichen Favoriten aus Donezk. Nicht alle Neuzugänge des Winters dürfen indessen in der Europa League eingesetzt werden. Die Wahl der drei möglichen Nachnominierungen fiel auf Martin Hinteregger, Sebastian Rode und den nun fit werdenden Timothy Chandler. Almamy Touré, der neue Verteidiger aus Mali, darf vorerst nur in der Bundesliga auflaufen. Auf der linken Mittelfeldseite kann Hütter entweder auf Kostic, Gacinovic oder Willems vertrauen. Womöglich ist der Niederländer da gegen die offensivstarken Gegner auf der Außenbahn bevorteilt. Noch nicht mit von der Partie sind Lucas Torró und David Abraham. Es wird jetzt spannend zu beobachten sein, ob die sehenswerten Vorstellungen aus der Gruppenphase von der Eintracht fortgeführt werden.

Voraussichtliche Aufstellung:

Schachtjor Donezk: Piatov – Matviienko, Kryvtsov, Khocholava, Ismaily – Maycon, Stepanenko – Marlos, Kovalenko, Taison – Júnior Moraes

Eintracht Frankfurt: Trapp – Hasebe, Hinteregger, N’Dicka – da Costa, de Guzmán, Fernandes, Willems – Jovic – Haller, Rebic

Europa League Zwischenrunde Hinspiele

 Dienstag, 12.02.2019 (18:55 Uhr)

Fenerbahce Spor Kulübü 1907 Fenerbahce Istanbul – Zenit St. Petersburg Zenit Sankt Petersburg 1:0

Donnerstag, 14.02.2019 (18:55 Uhr)

 FK Krasnodar – Der Werksklub Bayer Leverkusen

 Rapid Wien – Internazionale Milano Inter Mailand

SK Slavia Praha Fotbal Slavia Prag – Koninklijke Racing Club Genk KRC Genk

Stade Rennais Stade Rennes –  Betis Sevilla

 Olympiakos Piräus –  Dynamo Kiew

S.S. Lazio Lazio Rom –  FC Sevilla

FK BATE Borissow BATE Baryssau – FC Arsenal Arsenal London

 Galatasaray Istanbul –  Benfica Lissabon

Donnerstag, 14.02.2019 (21:00 Uhr)

Schachtjor Donezk Schachtar Donezk –  Eintracht Frankfurt

Viktoria Plzen Viktoria Pilsen –  Dynamo Zagreb

FC Brügge Club Brügge – RB Salzburg FC Salzburg

 FC Zürich – Napoli SSC Neapel

 Malmö FF – The Blues Chelsea London

The Celtic Football Club 1888 Celtic Glasgow – Valencia CF FC Valencia

SC Portugal Lisboa Sporting Lissabon –  FC Villareal

Die Rückspiele finden am 20. Februar (nur FC Sevilla – Lazio Rom) und am 21. Februar statt.

Bundesliga

Wird auch Frederik Rönnow zum Rückhalt der SGE?

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Darf sich endlich über einen längeren Zeitraum hinweg bewähren: Frederik Rönnow. © imago images / Hartmut Bösener

Eintracht Frankfurt hat den 2:1-Sieg am Freitag beim 1. FC Union Berlin teuer bezahlt. Kurz vor Ende der Partie an der Alten Försterei verletzten sich mit Kevin Trapp und Makoto Hasebe bei einem unglücklichen Zusammenstoß gleich zwei Schlüsselspieler.

Während der kurzzeitig bewusstlose Hasebe eine Gehirnerschütterung erlitt und am Donnerstag in der Europa League bei Vitoria Guimaraes fehlen wird, muss die SGE noch deutlich länger auf Schlussmann Trapp verzichten. Der 29-Jährige erlitt einen Anriss der Rotatorenmanschette in der linken Schulter und muss nach einer unausweichlichen OP bis Jahresende pausieren.

Rönnow kann sich empfehlen

Gefordert ist nun Frederik Rönnow, der im Sommer 2018 eigentlich als Nummer eins verpflichtet worden war. Dann aber verletzte sich der Däne schnell und erhielt mit Trapp eine (zu) starke Konkurrenz. Und als sich Rönnow ab und an die Gelegenheit bot, sich zu zeigen, konnte der 27-Jährige nur bedingt überzeugen.

Nun aber erhält Rönnow erstmals über einen längeren Zeitraum hinweg die Chance, seine Qualitäten nachzuweisen. Auch mit Blick auf seine persönliche Zukunft. Denn weil Trapp nach seiner Rückkehr wieder als Stammtorwart eingeplant ist, könnte sich Rönnow in einer der nächsten Transferperioden anderweitig orientieren. Gute Leistungen wären dafür natürlich ein Empfehlungsschreiben.

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