Hamburger SV: Transferoffensive mit Gyamerah, Dorsch und Prömel

Niklas Dorsch

Niklas Dorsch lief 2017 noch im Trikot von Bayern München auf  (Foto: daykung / Shutterstock.com)

Hamburgs Investor Klaus-Michael Kühne und Sportvorstand Ralf Becker sind übereingekommen, dass weitere Verpflichtungen teurer Stars kaum mehr zum HSV 2019 passen. Die Suche nach talentierten Spielern, die Trainer Hannes Wolf entwicklen kann und die auch bei einem möglichen Aufstieg in der Bundesliga munter mitspielen können, hat somit Vorrang. Als Zielobjekte hat sich der Zweitligagigant die crème de la crème der Konkurrenz ausgesucht. Bochums Allrounder Jan Gyamerah (23) hat laut Bild-Zeitung trotz einer noch bestehenden Chance ins Oberhaus aufzusteigen eine Vertragsverlängerung abgelehnt. Hamburg sieht den Deutsch-Ghanaer als zukünftigen Rechtsverteidiger im eigenen Team. Laut Hamburger Morgenpost „steht der Spieler beim HSV im Wort.“ Holstein Kiels Kapitän und vielseitiger Mittelfeldspieler David Kinsombi (23) war ein Primärziel, aber im Januar dieses Jahres brach er sich tragischerweise das Bein. Bis zu seiner Genesung sind jegliche Wechselgespräche natürlich hintenangestellt. In Heidenheims Wundertruppe trumpft diese Saison der Abräumer Niklas Dorsch (21) auf. Der Spieler aus Nürnberg- und Bayern-Nachwuchs hat sich bewusst für den kleinen Klub an der Brenz in Baden-Württemberg entschieden, um sich nicht gleich die erste Liga anzutun. Aber seine Fähigkeiten lassen vermuten, dass er bei einem größeren Verein, wie dem HSV, gut reinpassen könnte. Immerhin hatte er bei den Bayern schon ins Profiteam reingeschnuppert. Derweil wird schon lange der Durchbruch vom ehemaligen Jugendnationalspieler Grischa Prömel (24) erwartet. Als agiler Mittelfeldmann ist er bei Karlsruhe und Union Berlin zum Stammpersonal gereift. Vier Ligatore und eine Vorlage im Pokal sind ihm diese Saison für die Eisernen gelungen. Der gebürtige Stuttgarter „steht auf dem Einkaufszettel der Bosse weit oben“, behauptete die Morgenpost am 8. Februar.

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Zu Beginn der Saison sollte der damalige Trainer Christian Titz aus einigen gestandenen Profis sowie mehreren unerfahrenen Talenten aus der eigenen Jugend ein Aufstiegsteam basteln. Ob Leistungsträger wie Pierre-Michel Lasogga im Klub verbleiben würden, war unsicher. So lieh man für Ligaverhältnisse richtige Knüller aus, die sich auch super entwickeln. Orel Mangala, Berkay Özcan (beide Stuttgart), Hee-Chan Hwang (Salzburg) und Léo Lacroix (St. Etienne) kehren wahrscheinlich zu ihren Stammvereinen zurück. Wie lang Fiete Arp hierbleibt, ist unklar. Also kann es sein, dass Trainer Wolf mit einem ziemlich durchgewürfelten Kader in die kommende Saison starten muss.